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Kleinhennersdorfer Stein

Der einsame Tafelberg

Der Kleinhennersdorfer Stein ist mein Lieblings-Tafelberg. Vielleicht auch, weil er nicht ganz so bekannt ist ...

Anfahrt typischerweise mit Auto bis Parkplatz Galgen (zwichen Papststein und Gohrisch). Dann den Forstweg (Alte Rietzschgrundstraße - Birkenallee) entlang.

Der Kleinhennersdorfer Stein gilt als Tafelbergruine von nur mäßiger Höhe. Über dem Kessel gibt es aber doch recht beachtliche Felswände ...

Pfade ...

Der romantischste Aufstieg geht die Hölle hinauf. Verschiedene versteckte Steige führen dann auf das Plateau ...

Oben schlängeln sich eine Vielzahl romantischer kleiner Pfade um den Stein herum ...

Boofen ...

Der Kleinhennersdorfer Stein ist auch ein Ort mit einigen sehr schön gelegenen Boofen. Es ist hier weder Kernzone noch Nationalpark, so dass der Stein ein Rückzugsgebiet für legales Freiübernachten darstellt.

Über der Nordwand gab es immer eine ganz super Geheimtipp-Boofe. Diese ist aber unlängst abgebrochen worden. Man hat den Ausbau mit Axt und Kettensäge kleingehackt und in die Schlucht geschmissen. Da liegt der Krempel nun rum. Schade.

Bauschaum

Die andere Seite: Es gibt da noch ein paar Bauschaumreste am Fels. Und nun prallen sie aufeinander, die Meinungen vom bösen Boofen abreißen und von bösen Boofen aus Bauschaum bauen.

Hier positioniert sich Old Rolf ganz klar mit: Boofen mit Bauschaum bauen ist etwas ganz ganz Schlimmes!

Es ist allerdings kaum ein Wunder, dass die Tradition des wahren und echten Boofens und die Bewahrung der alten Riten immer mehr verfällt und unsere Naturferne immer größer wird. Ob allerdings die Reaktion, die Boofe wegzureißen und die Frevler ins touristische Sekundärsubsystem zu zwängen, zu mehr Naturnähe verhilft, ist auch fraglich. Es gibt Bestrebungen, den Kleinhennersdorfer Stein als Naturschutzgebiet auszuweisen. Freiübernachten verbieten. Die schönen kleinen Pfade sperren. Und sich dann wundern, wenn die Urbanisierung Maße annimmt, dass die Jungs im Baumarkt ins Bauschaumregal greifen ...

Zurück zur Natur

Wir erreichen den Gipfel des Kleinhennersdorfer Steines.

Ist dies das Schusterbänkel, von dem die Alten berichten? Ich weiß es nicht.

Aussichten muss man etwas suchen, aber mit dem schönen Wald-Vordergrund sind sie dann umso reizvoller. Blick zum Rosenberg ...

Der Kleinhennersdorfer Stein ist auch ein Fels der Höhlen. Die Eishöhle ...

und die Hampelhöhle muss man etwas suchen. Die Lichterhöhle ist leicht zu finden.

Weiter zum Papststein

Abstieg in die Scharte zwischen Kleinhennersdorfer Stein und Papststein. Unterhalb, ein Wildgehege ...

Niedlich ...

Der rote Punkt führt auf den Papststein. Langsam kommt der Herbst. Es gibt vier Herbste. Den gelben Herbst, den bunten Herbst, den braunen Herbst. Und den fahlen Herbst.

Es ist in diesem Jahr fast immer noch Sommer - Mitte Oktober.

Auf dem Papststein: Blick zum Lilienstein. Ein Klassiker.

Wanderrast in der schönsten Berggaststätte, die es im Elbsandstein gibt.

Tipp: Bei guter Sicht unbedingt auch auf die Nordaussicht (am Feuerwachtturm) gehen. Großartige Panoramasicht in die Böhmischen Berge*.

Und nun ...

... auch ein Klassiker. Was für ein großartiger Ausklang für eine Wanderung.

Man müsste das Bild glatt an Manuel Andrack mailen (Du must wandern: Kiepenheuer und Witsch. Ein herrliches Buch).

(Rainer Brämer, der andere deutsche Wanderpapst** war schon mal auf dem Papststein.)


Vom Papststein die Stufen hinab zum Parkplatz Galgen. So das ästhetische Problem Rundenschluss des autoanreisenden Wanderers perfekt lösend.

15.10.2005
29.09.2015

*  Die Bezeichnung „Böhmische Berge“ wird von Karl Ludwig Hoch u. a. im Kontext Caspar David Friedrich benutzt.
** Die Bezeichnung „Wanderpapst“ wird von der Presse vergeben.

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