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• Wegekonzept Nationalpark Schwarzwald
•• Probe aufs Exempel
•• Das Auerhuhn
•• Bestehende und ausgeschriebene Wege
•• Ein Blick auf die Landkarte
•• Wege, Wanderwege, markierte Wanderwege
•• Juristischer Exkurs
•• Zügig Umsetzen
•• Spannungsfeld oder Harmonie
•• Zum Schluss ...

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Wegekonzept Nationalpark Schwarzwald

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1. Probe aufs Exempel

Vom 16. Januar bis zum 12. Februar 2017 gab es eine Online-Befragung zur einer Detailanpassung des Wegekonzeptes im Nationalpark. Einwandfrei, möchte man da sagen, da gibt es einen Dialog mit den betroffenen Menschen vor Ort. 600 Anregungen sind schon eingegangen. Nicht schlecht. Ganz viele Wegvorschläge sind von vielen engagierten Menschen eingebracht worden, wir exzerpieren ein wenig:

Nr. 186 (Brücke Studentenloch), 212 (Gebäude erhalten), 215 (alte Ruhesteinstraße), 217 (Weg roter Schliff zum Ruhestein fehlt in Karte), 218 (Weg Roter Schliff zur Melkenteichhütte), 220 (geologischer Pfad), 221 (Muckenlochwasserfall), 223 (Pfad wieder aktivieren), 224 (Quellenweg fehlt in Karte), 226 (lebendige, schmalere Pfade „ohne Massenbesuche“), 227 (Durchgängigkeit Wanderwege), 228 (Pionierweg offenhalten), 231 (Nutzbarkeit historischer/alter Wege), 233 (Murgleiter), 235 (Wege fehlen), 236 (Pionierweg nicht eingezeichnet), 324 (Beckerweg+Gipfelweg soll offen bleiben), 461 (Erhaltung bestehender Wege), 495 (Durchquerungen), 530 (Weg Roter Schliff-Muckenloch fehlt), 534 (Alten Weg der Auswanderer wiederbeleben), 537 (Hans-Jörg-Abend-Weg ausweisen), 564 (Alternative für langweiligen Forstweg), 576 (Punkt (Felsen) erhalten), 603 (gewünschte Wege), 605 (ändert sich Westweg?), 27+209 (schmale, attraktive Wege sind gefragt), 181 (bestehendes Wanderwegenetz muss vollständig erhalten bleiben), 202 (Forststraßen sollen Wanderwege werden), 462+473 (schmalere Wege), 516 (gesunde Mischung zwischen Wegdichte und Attraktivität) ...

Einwandfrei, und diese vielen Vorschläge werden nun alle von der Nationalparkverwaltung geprüft und dann steht sicher einer Berücksichtigung nichts mehr im Wege.

Das erinnert mich freilich auch stark an unser eigenes Anhörungsverfahren im Nationalpark Sächsische Schweiz aus dem Jahr 2003 (also schon paar Jahre her). Bei uns kamen damals 800 Einwendungen zusammmen. Was haben wir uns in unseren Kommunen, Ortschaftsräten, Heimat-, und Wandervereinen seinerzeit heiß gemacht. Allerdings haben die 800 Einwendungen mit lediglich 26 Änderungen kaum etwas bewirkt. 26/800 ergibt rein rechnerisch 3,25 % „Erfolgsquote“.

Na, im Schwarzwald scheint das anders zu sein. „Die intensive Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort und ihrer Fragen in das Nationalpark-Gutachten durch die Landesregierung sind richtig und wichtig“ (BUND). Hier wird also gewiss jeder Hinweis ernst genommen. Das ist erfreulich. Kurze Probe aufs Exempel: Der Weg vom Seekopf zum Überzwercher Berg war zwar „zunächst zugesichert“, einwandfrei, nun erscheint er aber plötzlich als „aufgelassen“. Steht der Weg also nun doch auf der „Abschussliste“? Tobias S. hakt da im Online-Dialog gleich mal nach, um den Weg zu bewahren:

Quelle: www.schwarzwald-nationalpark-im-dialog.de

Ob dies etwas bewirkt? Das Nationalpark-Moderationsteam antwortet perfekt und schnell:

Quelle: www.schwarzwald-nationalpark-im-dialog.de

Antwort gleich am Folgetag, einwandfrei. Leider aber abgelehnt. Weg weg. Na, vielleicht ist Tobias S.' Weg auch ein Einzelfall, eine Ausnahme bei der von mir gemachten Stichprobe. Kann aber auch sein, dass Einwendungen sehr häufig abgelehnt werden. Ein Schalk übrigens, der da argwöhnt, dass die Antwort deshalb so schnell kam, weil sie wohl im Vornherein schon feststand.

Anzuerkennen ist, dass die Ablehnung begründet wurde. Auerhuhn.

Hoppla, kenen wir aus unserem Nationalparkprogramm Sächsische Schweiz. Das nächste Thema.


25.01.2017 Initial

 

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