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Aus meiner Redaktionakte

Hans Brunner 1919 – 2018

Eine Karte zum Andenken an Hans Brunner

Am 30.03.2018 ist Hans Brunner, der Altmeister der Kartographie der Sächsischen Schweiz im Alter von 98 Jahren und 3 Monaten verstorben. Hans Brunner verdanken wir die legendäre 10000er Schrammsteinkarte von 1953, aber noch viel mehr. Mit der Karte „Die Gansfelsen“ war Brunner der erste, der sich mit exakter Kartographie an den sehr großen Maßstab 1:2000 herangewagt hat. Mit unendlicher Akribie, Messtisch und Phototheodolit war Hans Brunner im Rathener Gebiet unterwegs, um die die Karte aufzunehmen. Tagelange Geländearbeit und dann die Auswertung am (seinerzeit selbstverständlich noch analogen) Stereoautographen. Maßstab 1:2000 heißt, dass 1 Millimeter in der Karte 2 Meter in der Natur entspricht. Um auf Zeichengenauigkeit zu kommen, musste man also alles möglichst bis auf wenige Dezimeter genau aufmessen.

Nun schaue ich auf Hans Brunners Leben zurück und dies ist mir Anlass, eine Karte zu seinem Gedächtnis zu machen. Im Computerzeitalter ist es viel einfacher, dezimetergenaue Höhenlinien zu machen, denn dafür gibt es mittlerweile Höhenmodelle und Algorithmen. Roland Leskau und Matthias Müller waren im Großen Zschand das Lange Horn erkunden. Das war mir Anlass, da gleich einmal eine Karte zu machen, im Brunnerschen Super-Maßstab 1:2000:

Langes Horn 1:2000
Langes Horn 1:2000. In memoriam Hans Brunner 1919–2018

Die Karte ist mit ihren 5840×3640 Pixeln so angelegt, dass sie mit der Referenzauflösung 508 dpi ausgedruckt, exakt 1:2000 und Format 29,2×18,2 cm ergibt, also gerade noch auf DIN A4 passt. Die hohe Auflösung gestattet auch ein größeres Plotten, z. B. mit 254 dpi, das wird dann DIN A2 und Maßstab 1:1000.

Karte Langes Horn 1:2000

Eins muss man allerdings der alten Kartographie lassen: Auf den neuen Karte stimmen die Höhenlinien zwar „bis aufs My“ und man kann sich auch ganz gut in die Reliefdarstellung einlesen. Ein schönes Kartenbild ist es aber nicht gerade. Das ergibt sich nur, wenn man die Karte ordentlich zeichnet. Am besten mit der von Hans Brunner gemeinsam mit Kurt Ulrich entwickelten Methode der Felsdarstellung.


Aufsätze und Veröffentlichungen

Die beste Karte der Welt?

Es gibt immer wieder einmal Vorstöße von irgendjemandem, der meint, eine „neue“ oder „allerbeste“ Weltkarte „erfunden“ zu haben. Nach dem „Peters“ nun der „Narukawa“. Leider gibt es dazu nicht einmal eine Formel. Hier eine kritische Würdigung, verfasst gemeinsam mit meinen Lehrern Prof. Koch und Dr. Stams. Veröffentlichung in den Kartographischen Nachrichten Bonn-Bad Godesberg 3/2017:

Koch, W.G., Stams, W. Böhm, R.: Erdabbildung in neuer Form

Wagners Kartennetzentwürfe

Ich bin ein wenig ein Liebhaber von Karlheiz Wagners Kartennetzentwürfen. Hier ein 2015 erneut durchgesehene Manuskript meines bereits 2006 erschienenen Aufsatzes „Variationen von Weltkartennetzen der Wagner-Hammer-Aïtoff-Entwurfsfamilie“. Erstveröffentlichung in den Kartographischen Nachrichten Bonn-Bad Godesberg 2006:

R. Böhm: Variationen von Weltkartennetzen der Wagner-Hammer-Aïtoff-Entwurfsfamilie (Durchgesehenes Manuskript 2015)


Fernwanderwege

Malerweg, Fremdenweg, Wanderweg Eisenach-Budapest, Dichter-Musiker-Malerweg, Wanderweg der deutschen Einheit, Kammweg - da gibt es eine ganze Menge. Was es so alles für Haupt- und Fernwanderwege gibt, die durch die Sächsische Schweiz führen:

Hier ...


Die höchsten Berge der Sächsisichen Schweiz

Der höchste Berg der Sächsischen Schweiz ist, klar, der Große Zschirnstein. Er misst 561,74 m über HN. Dann folgt der Große Winterberg, aber wie geht es weiter? Eine „Bestsellerliste“ mit den 300 höchsten Berge der Sächsischen Schweiz gibt es:

Hier ...

Wer noch mehr wissen will, für den gibt es auch eine kommentierte Tabelle:

Hier ...

Für die Erstellung habe ich folgende Quellen ausgewertet:

  • Äquidistantenkarte von 1879 (ÄQ98, nachrangig)
  • Messtischblatt von 1898 (MB98, nachrangig)
  • Messtischblatt von 1931 (MB31)
  • Karte Die Gansfelsen von Hans Brunner, um 1960
  • Topographische Karte, Aufnahme etwa 1965 (TK65)
  • Schulz, Thomas: Geodätische Bestimmung exponierter Felsgipfelhöhen unter besonderer Berücksichtigung der Morphologie des Elbsandsteingebirges. Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden 2010. Schulz hat am 2.12.2009 von der Schrammsteinaussicht (NHN=417,378) aus zahlreiche Gipfel der Schrammsteinkette erstmalig und mit sehr hoher Genauigkeit (<5 mm) bestimmt. Zielpunkte waren die Oberkanten der Gipfelbuchstützen. Höhensystem DHHN92 (TS10)

Anmerkung zur Methodik: Gebirgslandschaften grenze man immer mit Tallinien ab. Wir wählen frei nach Götziger folgende Umgrenzung der Sächsischen Schweiz: Staatsgrenze - Bahra - Gottleuba - Wesenitz - Katharinenwasser - Polenz - Staatsgrenze. Angestrebte Genauigkeit: 0,1 m. Und wir beachten die alte Höhenrundungsregel für Gipfelhöhen: Nie aufrunden, immer abrunden.


Panoramatafel Großer Zschirnstein

Auf dem großen Zschirnstein gibt es eine Panoramatafel. Die Zeichnung habe ich

hier

„abgeheftet“.


Quellen in der Sächsischen Schweiz

Es gibt sehr viele Quellen in der Sächischen Schweiz und natürlich trage ich alle Quellen in meine Karten ein. Wie ich die finde? Na, vor der Begehung kommt das Quellenstudium. Eine ganz wertvolle, aber kaum bekannte Quelle für Quellen ist eine alte Wegzeichenkarte aus dem Jahr 1925. Aus dieser habe ich eine Liste extrahiert:

Hier ...


Wie genau sind eigentlich die Höhen in den Karten?

Eigentlich ist alles vermessen und jeder Berg auf einige Zentimeter genau bekannt? Das stimmt so nicht ganz. Nicht nur beim Aconcagua wissen wir nicht genau, ob es ein Siebentausender ist (wohl nicht), auch bei der Höhe des Hinteren Raubschlosses gibt es noch 8 Meter Abweichung. Hier eine ausführliche Analyse, die zeigt, dass die Bergeshöhen der Sächsischen Schweiz mit einem Messfehler von rein rechnerisch ±0,23 m behaftet sind.

Eine ausführliche Analyse von Höhendifferenzen zwischen Topographischer Karte und Messtischblatt in der Sächsischen Schweiz gibt es

hier ...


Wieviel Steine gibt es eigentlich?

Königstein und Lilienstein sind die bekanntesten Tafelberge. Klar, dann gibt es noch Pfaffenstein und Papststein ... aber wieviele Tafelberge gibt es überhaupt? Ein Verzeichnis der Tafelberge im Gebiet der Steine gibt es

hier ...

Anmerkung: Ausser dem linkselbischen „großen“ Gebiet der Steine gibt es noch ein kleineres Gebiet im Wildensteiner Wald, was gern vergesen wird. Das nehme ich mir später einmal vor.


Das Register meiner Großen Karte

Wo ist Annas Ruh oder wo sind die Eulensteine? Ein Register aller Ortsnamen der „Großen Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000“ gibt es

hier ....

Ich bedanke mich herzlich bei Thomas Albert, Bergwacht Dresden, der die Ortsnamen der Kartentitel „Großer Zschand“ und „Hinterhermsdorf“ für Zwecke der Bergrettung erfasst und mir zur Verfügung gestellt hat. Das Register enthält nun auch all diese Namen (die nicht unbedingt auf der „Großen Karte“ verzeichnet sein müssen).

Zu meinem Suchgitter: Das Suchgitter ist ein 500-Meter-Gitter und passt immer für alle meine Karten. Der Hockstein ist z. B. immer C19, egal ob auf der Basteikarte, der Brandkarte oder der Großen Karte der Sächsischen Schweiz. So lässt sich jeder Punkt einfach und schnell ansprechen und man braucht keine umständlichen Koordinatenangaben.

Weil sich aber nun mit den 26 Buchstaben nur 13 Kilometer adressieren lassen, werden die 4 griechischen Buchstaben Sigma Σ, Phi Φ, Psi Ψ und Omega Ω angefügt und es gibt 3 untereinanderliegende Buchstaben-Zonen:

  • Nord- oder Quellenberg-Zone, etwa nördlich der Linie Lohmen – Ehrenberg – Unger. Buchstabenfarbe weinrot. Mit A~ apostrophiert.
  • Hauptzone oder Rathener Zone. Buchstabenfarbe orangebraun, Nicht oder mit A° gekennzeichnet.
  • Süd-Zone oder Schneeberg-Zone, etwa südlich der Linie Raum – Großer Zschirnstein – Hohenleipa. Buchstabenfarbe dunkelgrün, Kennzeichnung mit Apostroph: A'
(Anmerkung: In älteren Karten stehen statt der griechischen Buchstaben noch die Zeichen Ä Ö Ü und ß.)


Bibliographie Karten der Sächsischen Schweiz

Exakte Wanderkarten der Sächsischen Schweiz gibt es schon recht lange, seit über 100 Jahren. Viele Wanderer hüten noch eine alte Schrammsteinkarte als wertvollen Schatz. Ist es aber nun die Brunnersche Karte von 1953 oder die Schulz-Störzner-Karte von 1922?

Hier eine Bibliographie der Wanderkarten der Sächsischen Schweiz von 1780 bis 1992, in welcher ich alle mir bekannten Karten aufführe ...


Kartenzeichen und Schrift

Der Schriftfont Lapidaria von Andreas Stötzner

Über Zeichen, Buchstaben und Kartensignographie ...

Das geniale SVG-path-Element ...

Kartensignaturen definieren mit SVG ...

Meine Kartensignaturen

Meine Wegemarkensammlung

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