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Dr. Böhms Kneipp-Kur-Tipp für Himmelfahrt

Der Bahnhof Jedlova ist der schönste Bahnhof der Welt ...

Von wo aus es natürlich auf den Tannenberg geht ...

Wo oben natürlich auch ein Gasthaus steht ...


Forststeig Elbsandstein

Wir sind wieder rein.

Weg im Elbsandstein

94,65 km Trekkingpfad liegen hinter Hartmut Landgraf, meiner Frau und mir. Leider haben wir es in den ursprünglich geplanten 4 Tagen nicht geschafft, wir haben 6 Tage benötigt. Meinen Testwanderbericht und viel mehr gibt es nun hier.

Und hier gibt es Hartmut Landgrafs Reportage von der Tour.


Achtung, Inflation

Leider habe ich mal wieder im Kampf gegen die Inflation verloren. Nach vielen Jahren, die es mir gelungen ist, die Preise meiner Titel stabil zu halten, werden etliche meiner Karten ab Mai 2017 einen Euro teurer. Bei der „Großen Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000“ stammt die vorige Preiserhöhung noch aus dem Jahr 2003 – falls sich noch jemand erinnert: Das war die „Teuro-Welle“. Lange her, Ladenpreis ging damals von 9,50 DM auf 5,80 € hoch. Falls sich noch jemand erinnert, was einmal eine Deutsche Mark gewesen war.

Ich denke, 6,80 € ist kein zu hoher Preis, dafür gibt es von mir auch weiterhin ordentliche Karten, in denen ein ganzes Stück Arbeit steckt. Spartipp: Große Karte kaufen, da sind die Parkplätze in gebührenpflichtige und gebührenfreie Parkplätze unterschieden. Zweimal gebührenfrei geparkt (z. B. Ziegenrücken-Parkplatz oder Sturmbauers Eck oder „am Thorwald“) – und schon hat sich die Karte amortisiert.

Manche Parkplätze kosten mittlerweile auch schon 6,00 €, was 2003 noch 3,00 € kam. Da reicht dann auch schon – einmal parken.


Forststeig Elbsandstein

Bevor das Testwandern beginnen kann: Ab 20. April bin ich paar Tage weg.

Weg im Elbsandstein

Gemeinsam mit meiner Frau Karla und Sandsteinblogger Hartmut Landgraf heißt es dann, die Seele des Trekkingpfades Forststeig Elbsandstein zu erkunden. Nein, das ist kein Wanderkartenprojekt, dafür ist der Trekkingpfad mit einer Lebendlänge von 96,5 km – Kartenlänge in 1:10000 9,65 m – schlicht viel zu lang. Was dann? Der Urgrund unter dem Wandern ist das Draußensein. Nicht nur so bissl rumtippeln, von vormittag um 10 bis nachmittags um 5, sondern tagelang im Wald sein und keinem Menschen begegnen. Sozusagen eine Proto-Testwanderung. Das heißt bei mir: Feldbücher mitnehmen. Der Trekkingpfad ist erst noch im Entstehen, der „Körper“ sozusagen, noch gar nicht ganz fertig entworfen. Manche Passagen gibt es noch gar nicht. So richtig soll es mit dem Trekkiingpfad erst 2018 losgehen. Doch die Trekkinghütten und -biwaks zum Übernachten stehen schon. Die werden bei der Gelegenheit örtlich aufgenommen und kommen in die nächste Auflage meiner Großen Karte der Sächsischen Schweiz 1:30000 rein. Eine Signatur habe ich auch schon gemacht.

Ein herzliches Dankeschön geht an Anke Findeisen und Uwe Borrmeister von Sachsenforst, sozusagen den „Eltern“ des Trekkingpfades.


Neuauflage „Nikolsdorfer Wände“

Nikolsdorfer Wände

Die Karte „Nikolsdorfer Wände 1:10000“ war einige Zeit vergriffen und ist ab sofort wieder lieferbar – mit 416 Änderungen ist sie nun wieder auf den neuesten Stand gebracht. Was sich bei so einer Nachauflage alles ändert? Es gibt größere Änderungen, z. B. stillgelegte Schächte bei der Wismut – aber auch kleinere Änderungen, so z. B. die Klobude an der Naturbühne Nikolsdorf oder einen „neuen“ freilaufenden Bullen im Höllengrund. Leider haben wieder einmal zwei Gasthäuser zugemacht, Gasthaus Langenhennersdorf und Gasthof Hermsdorf. Dort steht zwar noch „Gasthof Hermsdorf“ in der Karte, der Bierkrug ist aber weg und das bedeutet: Gasthaus geschlossen, „Gasthof Hermsdorf“ ist nur noch ein Flurname. Dafür gibt es jetzt ein neues Café in der Landbäckerei Schmidt, das man als Wandergasthaus durchaus empfehlen kann. Eigentlich müsste da sogar ein Aussichtspunkt dran, denn von der Terrasse hat man eine sehr schöne Fernsicht bis zum Borsberg. Vorn ist ein Teich, aus dem der Graureiher die Goldfische rausfuttert und dahinter tuckern die Laster auf der B 172 gemütlich vor sich hin.

Ich bedanke mich herzlich bei Karsten Krasselt, der viele Kilometer Weg abgegangen ist und bei der Druckerei Thieme Meißen, wo die Karte in 1a-Qualität gedruckt worden ist.


Der Steinerne Tisch hat wieder auf ...

Frühlingssonne auf dem Brand

Das ist aber eine schöne Überraschung. Der „Steinerne Tisch“, der jahrelang geschlossen hatte, macht wieder auf. Endlich gibt es ein paar neue Eigentümer, die das alte Waldgasthaus aus dem Dornröschenschlaf erwecken. Wochenenden ist schon ein bisschen Gasthausbetrieb. Na dannn mal los, auf in den Basteiwald und im Steinernen Tisch einreiten.


Ministerin verspricht freies Betretungsrecht in einem potentiellen deutschen Nationalpark

Tauwetter in der deutschen Nationalparkpolitik?

07.03.2017. Die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf (CSU) hat im Landratsamt Miltenberg umfassend mit Verbandsvertretern über einen möglichen Nationalpark Spessart gesprochen.

„Während [...] laut Scharf noch etliche Fragen offen sind, hatte die Ministerin am Ende doch eine konkrete Aussage parat: In einem Nationalpark im Spessart wäre aus naturschutzfachlicher Sicht ,nach aktuellem Kenntnisstand‘ kein Wegegebot nötig, erklärte Scharf gegenüber der Presse. Das von vielen Nationalparkgegnern in Gefahr gesehene freie Betretungsrecht für den Spessartwald bliebe demnach erhalten.“ (Mainpost, 08.03.2017, Hervorhebungen v. V.)

Würde das stimmen – und das Wort einer Ministerin wiegt ungleich schwerer, als irgendwelche unverbindlichen Texte auf Umweltseiten von Nationalpark-Befürwortern – wäre dies nicht weniger als eine mittlere Sensation. Ein a priori freies Betretungsrecht in einem Nationalpark wäre nicht weniger, als ein weitgehender Paradigmenwechsel in der deutschen Nationalparkpolitik der letzten 40 Jahre. Kein Wegegebot hieße, weder ein allgemeines, noch ein strenges Wegegebot. Der Wanderer dürfte dann sogar von Wegen abweichen, wobei sich Mittelgebirgswanderer freilich meist an Wege halten und nicht abseits der Wege zu laufen pflegen. Wir verstehen unter Wegen wohlgemerkt das vollständige Wegenetz, nicht nur etwa, dass nur die markierten Wanderwege als Wege gelten würden.

Tatsächlich ist irgendeine allgemeine naturschutzfachlich-positive Wirkung (mehr oder weniger strenger) Wegegebote noch nie nachgewiesen worden. Einzige Folge ist eine „großflächige Ruhigstellung“, das „Herausschützen des Menschen“. Ein solches kann man sogar als der IUCN-Definition Nationalpark (Kategorie II) zuwiderlaufend ansehen. Tatsächlich ist Wandern im Wald etwas für die Natur völlig harmloses. Insofern wäre es nicht ungewöhnlich, auch aus Naturschutzsicht ein freies Betretungsrecht zu vertreten. Insofern ist die Aussage der Ministerin durchaus nachvollziehbar. So könnte man endlich einmal einen von der Bevölkerung breit akzeptierten Nationalpark in einer Wanderlandschaft schaffen.

Noch ist ein wenig Skepsis geboten. Wir befinden uns mitten in einer Debatte. Wie Erfahrungen mit anderen Nationalparks zeigen, steckt der Teufel ganz oft im (von der Öffentlichkeit wenig beachteten) Detail.

Auf den Nationalpark Sächsiche Schweiz übertragen, könnte dies ein Lichtblick sein, das strenge Wegegebot in unserer Kernzone abzuschaffen und durch ein allgemeines Wegegebot zu ersetzen. Völlig ungewöhnlich wäre ein freies Betretungsrecht in Nationalparks übrigens nicht; es gibt sehr wohl Nationalparks in Deutschland (Berchtesgaden) und außerhalb (partiell Böhmische Schweiz) ohne ein Wegegebot. Aus dem Bayerischen Wald gibt hingegen unterschiedliche Nachrichten. In vielen Nationalparks (Jasmund, Darß, Eifel, Harz, Sächsische Schweiz, Schwarzwald) freilich wird das Wandern überaus massiv reguliert.

Abwarten. Wollen mal hoffen, das „freie Betretungsrecht“ ist nicht nur ein politischer Trick der Ministerin, um die zahlenmäßig große Klientel der Wanderer zu gewinnen. Und so eine Bresche in die Nationalparkgegner zu schlagen (denn im Spessart gibt es noch ganz andere fundamentale Problemkreise). Gerade mit Wegesperrungen wird in Nationalparks überaus viel getrickst, und schließlich hat sich Frau Scharf ja das Hintertürchen mit dem „Kenntnisstand“ offengehalten.

Auch: Frau Scharf mal nicht zu sehr festnageln. Es ist eine Aussage mitten in einer hochemotionalen Debatte. Fast erinnert mich Frau Scharf ein wenig an Gerhard Schabowski. Vielleicht ist ihr das vielleicht nur mal so rausgerutscht, vor der Presse. Man kann es ja kaum glauben. Erstmals benutzt eine Umweltministerin den Terminus „freies Betretungsrecht“ in positiver Assoziativität für die Wandernden bei einer Nationalparkgründung von vornherein. Damit kehrt sie die bisherigen Wanderer-Stör-, Kanalisierungs- und Herausschützaxiome des deutschen Naturschutzes völlig um.

09.03.2017. Wir finden die Aussage von Ministerin Scharf von ihr selbst bestätigt: „Der Spessart hat etwas Magisches. Der freie Zugang zum Wald ist den Menschen in der Region sehr wichtig. Ich habe deshalb eine erste überschlägige Prüfung veranlasst. Nach aktuellem Kenntnisstand liegen keine naturschutzfachlichen Gründe für ein Wegegebot vor.“ Da freuen wir uns auf den Frühling.

Gratulation, Frau Scharf. Ich bin überaus positiv angetan. Und nehme bezüglich des folgenden Abschnittes ,nach aktuellem Kenntnisstand‘ bis auf Weiteres „schonmal alles zurück und behaupte das Gegenteil.“


Polizei bittet um friedlichen Ablauf

Einfach mal „Nationalpark Spessart“ googeln

01.03.2017. Polizei und Stadt Aschaffenburg bereiten sich gemeinsam vor. Polizei bittet um friedlichen Ablauf. Da denkt man doch gleich an irgendwelche politischen Demos, aber nein, es geht um was anderes: Da soll ein Nationalpark gegründet werden: Der Nationalpark Spessart. Und die Leute demonstrieren was das Zeug hält und machen Mahnfeuer gegen einen Nationalpark.

Wenn man bei www.umweltstiftung.com reinguckt, merkt man, was da abgeht. Der Landtagsabgeordnete Peter Winter (CSU) hat geschrieben: „Das Betreten, wie wir es derzeit gewohnt sind, wird es dann nicht mehr geben“ – wenn erst einmal ein Nationalpark gegründet ist. Und auch, dass „der unbegrenzte Zutritt in den Wald dann nicht mehr machbar sein wird.“ Na da hat er doch voll recht, oder etwa nicht?

Doch bei der Umweltstiftung sind dies „irreführende Behauptungen“, die dazu geeignet seien „die Bürger im Spessart gegen den Nationalpark aufzustacheln“. Peter Winter wird als Lügner bezeichnet und als Pinocchio karikiert. Die wissen wohl nicht, was ein Natioinalpark ist?

Im Prinzip könnte so ein Nationalpark eine brauchbare Sache sein, wenn es ehrlich mit den betroffenen Menschen gemeint würde. Warum geht das eigentlich nicht, ohne dass die Leute pausenlos von den Umweltstiftungen, Umweltministerien und Umweltverbänden systematisch für dumm verkauft und hinters Licht geführt werden, wie es die Webseite www.umweltstiftung.com macht? Wir in der Sächsische Schweiz wissen ja bissl, wie es in einem Nationalpark zugeht, haben uns damit so leidlich eingerichtet, versuchen die Vorteile zu nutzen und mit den Nachteilen halbwegs hinzukommen. Wäre ja nicht schlecht, mit allen Beteiligten einen Natonalpark Spessart ehrlich in Angriff zu nehmen. Bei so viel Verlogenheit und dummer Propaganda wie auf dieser Umweltstiftungs-Webseite kann man den Leuten im Spessart allerdings nur raten, da lieber die Finger von zu lassen. Wenn die schon ganz am Anfang so losmachen, woher denn dann die Hoffnung nehmen, dass es später besser werden könnte? Schlimmstenfalls ist so ein Nationalpark nichts Gutes. Bestenfalls (und dazu rechne ich den Nationalpark Sächsische Schweiz, hier hat der SBB das Wandern außerhalb der Kernzone einigermaßen erhalten können) ist es Stress – den man ohne Nationalpark nicht hätte. Das braucht ihr euch im Spessart nicht anzutun.

Auf der Webseite des Landtagsabgeordneten Günther Felbinger (Freie Wähler) kann man nachlesen, dass irgendwelche Leute schon damit anfangen, Wegdichten im Spessart in km/100 ha ausrechnen, 2,94 km/100 ha haben die rausgekriegt. Na so geht es doch los! Da weiß man doch schon, in welche Richtung die Post da abgehen wird. (Nebenbei, bei uns sind Werte wie 11,845 km/100 ha typisch – aber wer will sowas schon wissen? Sowas interessiert nämlich nur „Wanderbegängnis-Beunruhigungs-Nachweis-Analytiker“ in Nationalpark-Gründungsbehörden.)

Der BUND ist moderater im Ausdruck, inhaltlich aber kaum besser, als die Umweltstiftung. Auch hier ist zu lesen, dass „Peter Winter ohne genaue Faktenkenntnis die Menschen in unserer Heimat gegen die Idee eines Nationalparkes im Spessart einzunehmen“ versucht. Nee, nee, ich denke, Peter Winter hat, was die Wegesperrungen anbetrifft, eine ausgezeichnete Faktenkenntnis. Vor allem extrapoliert er ausgezeichnet aus anderen Nationalparks in den Spessart und sieht da genau das kommen, was in anderen Nationalparks gekommen ist.

Wir versuchen hier im Elbsandstein seit Jahr und Tag, das „strenge Wegegebot“ in der Kernzone, das den Wanderer auf 80 % aller Wege kriminalisiert (und da tuckern die zwischendurch mit schwerer Technik rum und machen Holz) abzuschaffen. Es wäre ja durchaus wünschenswert, sinnvoll und naturschutzfachlich nicht schädlich, dass man in einem angedachten Nationalpark Spessart zur Abwechslung mal wie bisher gewohnt, unbegrenzt betreten könnte (Zitat Peter Winter). Allein, hier auch mal jüngere Entwicklungen im Schwarzwald auswerten, woher soll da Hoffnung kommen?

Dementi 07.03.2017: Hoffnung kam von der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf am 07.03.2017 in Miltenberg. Ich nehme bis auf Weiteres alles zurück und behaupte das Gegenteil.

Weitere Beiträge zu Nationalpark, Naturschutz usw. gibt es auf meinen Draußensein-Seiten.


Der Frühling hat begonnen

Frühlingssonne auf dem Brand

Wer es noch nicht gemerkt hat: (Vorvor)letztes Wochenende, am 25./26. Februar, ist der Frühling losgegangen. Also gleich mal auf den Brand gewandert. Ist das nicht schon eine wunderbare Frühlingssonne? Vorn im Bild liegt der letzte Schnee. Nicht mehr viel ...


Februar im Elbsandstein

Foto: Karla Gottschalk-Böhm Foto: Karla Gottschalk-Böhm Februar im Elbsandstein

Und nach wie vor ein wunderbarer Winter in den Bergen der Sächsischen Schweiz. Mein Wandertipp: Großer Zschirnsteinwald zwischen Kleingießhübel und Rosenthal.

  • Wunderbare Waldeinsamkeit, man trifft den ganzen Tag nicht einen Menschen.
  • Endlich mal die Hauptwege lang, die im Sommer als zu langweilig gelten. Hauptwege sind alle geschoben, nicht nur die großen Täler, sondern auch Hühnerbergweg, Gliedenbachweg, Schifferweg etc. Die Nebenwege sind hingegen wegen Harsch eher nur „durchkämpfbar“.
  • Rasttipp: Taubenteich (da darf man sogar Feuer machen) oder Rosis Hütte (Waldrand Rosenthal Winterleitenstraße).
  • Kneipentipp: Katzsteinbaude „die Kneipe für den Wanderer“. Sonnabend und Sonntag geöffnet, einwandfrei.
  • Zusatztipp: Dabei gleichmal nachgucken, wo die Trekkinghütten sind, in denen man im Sommer mal „boofen“ kann.
  • Parkplatztipp: Parkplätze Kleingießhübel, oberhalb Forstmühle, Bad Cunnersdorf (genaue Lage: 30000er Karte) sind geschoben und, wie in der Gegend dort immer, kostenlos.
  • Dank an Rosi für das Schmücken von Rosis Hütte (samt Weihnachtsbaum) und an den Forst fürs Schieben der vielen Wege.

Einen Winderwandertipp gibt auch Karsten Krasselt: hier.


Nationalpark Schwarzwald

Es gibt ein Wegekonzept für den Nationalpark Schwarzwald. Auf einer langen einsamen Wanderung mit Bernd Arnold hat mich der Winter ein wenig melancholisch gemacht und ich musste lange darüber nachdenken. Der alte große Wald vom Holländermichel hat mir keine Ruhe gelassen ...


Januar im Elbsandstein

Winterbild von Bernd Arnold Winterbild von Bernd Arnold

Sächsische Schweiz: Wandern im Winter geht nicht, Nebensaison, kein Schnee? Das stimmt so nicht ganz. Die „Wintereigenart“ des Elbsandstein lautet, „man muss die Feste feiern, wie sie fallen“. Abwarten, bis Schnee kommt, wenn, dann raus zum Wandern. Genau das ist jetzt der Fall. Es liegt ordentlich Schnee, also schnell entschlossen los.

Hier Rolf Böhms Wintertipps zum Wandern in der Sächsischen Schweiz:

  • Bei Windstille ist es bis -5 Grad gerade noch nicht kalt.
  • Im Schnee lassen sich super Spuren lesen und verfolgen. So kann man prima Wege finden.
  • Man kann durch den Laubwald weit hindurchsehen und sieht viel weiter, als im Sommer.
  • Im Winter lassen sich auch mal gut die Hauptwege bewandern, die einem im Sommer vielleicht nicht so viel geben: Brandstraße, Zeughausstraße, Untere Affensteinpromenade. Selbst auf sonst stark begangenen Hauptwegen bist du im Winter ganz einsam.
  • Aber auch viele Nebenwege sind zur Zeit sehr gut fußläufig gespurt. Man kommt überall sehr gut durch.
  • Mein Hobby: Selber durch Neuschnee gehen und dabei Spuren neu anlegen. Es dauert, Richtwert 1 km/h. Und man soll keine Angst vor nassen Füßen haben, irgendwann sind die besten Schuhe nass. Macht aber nichts. Es ist wunderschön einen unbelaufenen Weg für Nachfolgende neu gespurt zu haben. Und eine Woche später gehen dort vielleicht schon mehrere Spuren entlang.
  • Derzeit Vorsicht vor so Zeugs wie Hirschgrund oder Rahmhanke. Könnte glatt sein.
  • Meine eigenen Gasthaus-Ermittlungen Januar 2017: Auch in der Woche geöffnet haben Brandbaude, Schrammsteinbaude (nee doch zu, Inhaberwechsel), Basteirestaurant, Forsthaus im Kirnitzschtal, am Wochenende Waldidylle, Wachbergbaude, Pfaffenstein. Gibt aber gewiss noch viele andere geöffnete Häuser.
  • „Geheimtipp“: Winterdorf Schmilka, gilt nicht als ganz billig, aber egal, jeden Tag was los. Die tun was, um im Winter durchzukommen.
  • An der Buschmühle soll ein Iglu stehen.


Ein fröhliches und gesundes 2017 mit vielen Entdeckugen, vielen Wanderungen auf allen großen und kleinen Wegen — und niemals verlaufen, mit oder ohne Böhmwanderkarten. Das wünsche ich dem gesamten Wandervolk. Das passende Bild dafür erhielt ich soeben von Rainer Rönsch aus Dresden aus Rückenhain (Ortsteil von Glashütte):

Actionitis: Bildautor Rainer Rönsch, Ringenhain


Ende meiner Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Wegekonzeption bei der Nationalparkverwaltung

Bernauer Wochenblatt, 5. 7.1864, gefunden von B. Eckelt, Ahrensfelde Bernauer Wochenblatt, 05.07.1864

Von 2006 bis 2016 war ich als Bad Schandauer Stadtrat Vertreter der Kommunen in der Arbeitsgruppe Wegekonzeption bei der Nationalparkverwaltung. Nun wurde ich auf Betreiben des sächsischen Landes-Naturschutzes aus dieser Arbeitsgruppe entfernt. Mehr dazu ...


Altendorfer Dorfbachklamm in Gefahr?

Seit meiner letzten Wegekommission kocht die Gerüchteküche, dass die Altendorfer Dorfbachklamm dichtgemacht werden soll, vgl. u. a. auch hier. In der Arbeitsgruppenversammlung hat die Nationalparkverwaltung allerdings nur vorgetragen, dass die danebenliegende Steinbrecherstiege reaktiviert werden soll. Freilich sei der Erhaltungszustand der der Steiganlage der Dorfbachklamm langfristig bedenklich ...

Dorfbachklamm Altendorf, Bild: Axel Mothes  Alte Dorfbachklamm-Stufen aus Hermann Lemmes Zeiten (Bild: Axel Mothes)

Wer nun allerdings der Nationalparkverwaltung Wegerückbauabsichten unterstellt, liegt falsch, denn das Grundstück gehört neuerdings zum Stadtwald Bad Schandau, der dort freilich Nationalpark ist. Die „Pflicht zur regelmäßigen Überwachung und Prüfung von Ingenieurbauwerken nach DIN 1076“ hat aber „allein der Eigentümer,“ so die Nationalparkverwaltung. Na, mal sehen, wie sich das entwickelt. Mal überlegen, was es für Szenarien geben könnte:

  1. Bestehende Steiganlage abreißen, Neuerrichtung einer Steiganlage durch die Nationalparkverwaltung
    • Argumente dafür: Es wäre ureigenste Aufgabe der Nationalparkverwaltung, so, wie vom Gesetzgeber vorgesehen. Der Nationalparkverwaltung obliegt die Wegeunterhaltung im Nationalpark.
    • Argumente dagegen: Möglicherweise ist dies der Nationalparkverwaltung zu aufwändig. Der Vortrag in der Wegekommission lässt erkennen, dass man es vielleicht ganz gern in Verantwortung der Kommunen sähe. Zugegebenermaßen birgt ein „Bauen auf fremdem Grund“ vielfältige verwaltungstechnische Fangeisen.
    • Finanzierung: Die Nationalparkverwaltung erhält Steuermittel aus dem Landeshaushalt, die grundsätzlich schon auch für die Unterhaltung der touristischen Infrastruktur vorgesehen sind.

  2. Bestehende Steiganlage abreißen, Neuerrichtung einer Steiganlage durch die Stadt Bad Schandau (im oberen Teil durch die Große Kreisstadt Sebnitz)
    • Argumente dafür: Wanderwegeunterhaltung ist grundsätzlich Gemeindesache und die Kommunen sind auch die Eigentümer. Insofern ist dies schon naheliegend.
    • Argumente dagegen: Es wären vielfältige naturschutzfachliche Abstimmungen mit der Nationalparkverwaltung erforderlich. Im Nationalpark darf ja niemand mit seinem Eigentum machen, was er will, was ja auch richtig und einzusehen ist. Deswegen aber bitte auch nicht verwundern, dass sich da Bad Schandau noch nicht so viel Gedanken gemacht hat. Außerdem ist der Wald erst seit etwa 5 Jahren Stadtwald, davor gehörte er der BVVG (Also Bundeseigentum, die haben da natürlich auch jahrelang „ihre Ingenieurbauwerke nicht geprüft“.)
    • Finanzierung: Kommunen obliegt die Betreuung von Tiefbauwerken in ihrer Straßenbaulastträgerschaft, was grundsätzlich steuerfinanziert erfolgt. Haushaltsmittel oblägen den Bad Schandauer Haushaltsverantwortlichen (Verwaltung/Stadtrat), diese sind freilich bis etwa 2019/2020 lückenlos vorverplant. Allerdings ist Wanderwegebau keine kommunale Pflichtaufgabe. Der Gesetzgeber hat für derartige Sachen Kurtaxe und Fremdenverkehrsabgabe vorgesehen, was allerdings in Bad Schandau etwas realitätsfremd ist. (Nicht umsonst kämpft der Tourismusverband dafür, Wanderwegebau als kommunale Pflichtaufgabe zu etablieren, für den dann Steuermittel verfügbar würden.) Fördermittel sind grundsätzlich denkbar. Ansonsten aber Vorsicht, wenn Wegeunterhaltungskosten im Nationalpark zunehmend Kommunen reingedrückt werden sollten. Woher soll das Geld denn kommen? Die Kurtaxe wurde erst unlängst auf 2,00 Euro erhöht – da fällt im Stadtrat auch schon einmal das Wort „Tageskurtaxe“ (also so eine Art Nationalpark-Eintritt à la Strandgebühr Binz. War aber wohl nicht so richtig ernst gemeint.

  3. Bestehende Steiganlage abreißen, kein Neubau, Ausweichen auf Steinbrecherstiege
    • Argumente dafür: Das Problem wäre gelöst.
    • Argumente dagegen: Verlust einer Traditions-Steiganlage mit hohem Landschafts-Erlebenswert. Hermann Lemme würde sich im Grab umdrehen.
    • Finanzierung: Möglicherweise ergeben Abrisskosten und Schrotterlöse eine „buchhalterische schwarze Null“.

  4. Alles so lassen, wie es ist
    • Argumente dafür: Oft ist es sowieso das beste, keinen übermäßigen Aktionismus an den Tag zu legen. Das hat sich schon in der DDR bewährt. Vielleicht kann einmal im Rahmen eines Frühjahrs- oder Herbstputzes ein Arbeitseinsatz erfolgen. Sowas hilft manchmal auch viel und außerdem ist das kostengünstig.
    • Argumente dagegen: Die DIN-Norm wird nicht eingehalten. Das ist aber bei anderen Wegen auch nicht so toll mit DIN-Norm und so. Zitat des alten Nationalparkleiters Dr. Stein nach Sanierung Basteiaufstieg nach DIN-Norm: „Wir sanieren nie wieder einen Wanderweg nach DIN-Norm.“ Wie sowas letztendlich enden kann, kann man sich ja in Dresden an der Albertbrücke angucken.
    • Finanzierung: Überschaubar.

Fazit: Kurzfristig ist die Altendorfer Dorfbachklamm nicht in Gefahr. Langfristig müssen sich aber alle Beteiligten Gedanken machen. Dass die Nationalparkverwaltung auf ausstehende Unterhaltungsarbeiten hinweist, sollte man ihr nicht zum Vorwurf machen.


Was ich sonst noch so mache ...

In letzter Zeit ist es etwas ruhig um mich geworden, das lag daran, dass mein Onlineshop-Betreiber seine Software umgestellt hat. Ich krieg von dem immer eine Datei und muss zusehen, wie ich damit klarkomme. Plötzlich werden Bestellungen von „Nikolsdorfer Wänden“ und „Festung Königstein“ nicht mehr erkannt. „Bastei“ und „Brand-Hohnstein“ funktionieren aber nach wie vor prima. Ich bin fast wahnsinnig geworden. Tja, in „Wände“ und „Königstein“ sind Umlaute drin. Und die kommen neuerdings in UTF-8 reingeschneit. Die verschiedenen ä-ö-ü-ß-Codes, mit denen wir uns die letzten Jahrzehnte rumgeärgert haben, hatten wenigstens noch den Vorteil, dass ein Zeichen immer noch ein Zeichen war. Nun wird aber ein Umlaut in 2 Bytes abgelegt, wodurch die Zeichenketten auch noch ihre Länge verändern. Hab aber alles rausgekriegt. Im Prinzip ist es ganz einfach. Man nehme den Unicode von dem „ä“, teile ihn durch 64, runde ab und erhält den höherwertigen Teil, der mal 64 vom Zeichencode abgezogen, gibt den niederwertigen Teil. Höherwertiger Teil + 192 gibt Byte 1, niederwertiger Teil + 128 gibt Byte 2. Das „ä“ steht auf Codeplatz 228, wer 195 und 164 rausgekriegt hat, hat richtig gerechnet.

Klar sagen die Softwarefritzen dann, Unicode, kein Problem, den gibts schon paar Jahre und dafür gibts „Bibliotheken“. Einwandfrei, danke für den Tipp, das hat mir aber jetzt geholfen bei meinem Onlineshop.

So, jetzt muss ich aber wieder bissl Karten zeichnen. Die „Nikolsdorfer Wände“ müssen schnellstens aktualisiert werden, die sind nämlich ausverkauft. Ein schöner Kaufmann bin ich, der vor lauter Softwarewartung keine Zeit mehr für den Wareneinkauf hat ...


Endlich ist wieder November ...

November, kein Wandermonat? Der November ist mein Lieblingsmonat zum Draußensein. Und das aus drei Gründen. A) denken alle, nee, Wandern im November, besser nicht, also ist man da schön alleine in der Natur. B) ist der November entgegen seinem Ruf (das derzeitige Wetter bestätigt die Ausnahme von der Regel) oft doch noch ganz schön. C), schließlich, alter Topographentrick von Ruske und Prendel, es ist kein Laub mehr auf den Bäumen und da kann man ausgezeichnet kartieren.

Also raus, heute ist die Gegend um den Ameisenweg in den Schrammsteinen dran, wo es diese sagenumwobene Postelwitz-Exklave gibt ...


The Peoples Republic of K. V. Fernblick 1977

Hinterhermsdorf und die Weltgeschichte II

Hoppla, Deutschland doch nicht größer geworden? Na einwandfrei, dann endlich ...

... ein eigenes Land gründen ...


Hinterhermsdorf und die Weltgeschichte

Deutschland erstmals seit 1871 größer geworden

Seit Jans Zeiten sind die Hinterhermsdorfer schon immer ein Völkchen für sich. In Hinterhermsdorf schafft man es immer wieder, die Weltgeschichte durch Trotz zu ignorieren und somit allen Unbilden zu widerstehen. Jetzt haben sie es sogar geschafft, stärker, als zwei Weltkriege zu sein. Wie sowas geht?

Die Kirnitzsch an Grenzstein 28/8

Mehr hier.


Es ist Heidelbeerenzeit

Heidelbeeren

Heidelbeeren gibt es nicht jedes Jahr, aber 2016 ist endlich wieder einmal ein Super-Heidelbeerenjahr. Und es ist Heidelbeerenzeit. Es gibt so viele Heidelbeeren, dass das auch im Nationalparksicht kein Problem ist, denn die Heidelbeeren stehen so dicht, dass man sie in ausreichender Menge auch vom Weg aus abernten kann. Vom Weg aus und für den Eigenbedarf ist das Sammeln von Beeren erlaubt. Als Eigenbedarf gelten Mengen bis 2 Kilogramm. Aber wir wollen es mal nicht übertreiben, eine Handvoll reicht vielleicht auch schon.

Also auf, mal wieder eine Heidelbeerenwanderung machen.


Mailantwort

Von Zeit zu Zeit erhalte ich Anfragen, wie das wäre mit dem Wandern auf dem Grenzweg, dem Begangsteig, Ochelweg, dem Thorwaldwand-Gratweg, dem Wilden Steig oder in den Lorenzlöchern. So schöne Wege, wohl gesperrt, und Herr Böhm, können Sie uns das nicht mal erlauben? Schwierig da eine passende Antwort zu finden. Manchmal sind da griechische Götter und Heldengestalten hilfreich, insbesondere die tragischen Helden: Der Wanderer, das Orakel von Delphi, Gäa und der olle Ödipus.


Arbeitsgruppe Wegekonzeption bei der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz

Am 12. April fand sich die AG Wegekonzeption zu ihrer turnusmäßigen Frühjahrsversammlung 2016 zusammen, mehr hier.


Entdeckung einer alten Wegemarke

Unterhalb der Latzhütte

Jeden Tag gehen ganz viele Menschen achtlos daran vorbei. An der alten Wegmarke des „Saarschlesischen“ in Königstein. Ich bedanke mich herzlich bei Isaak Gregor Scherz, Königstein für die (Wieder-)Entdeckung eines kleinen Andreaskreuzes in Königstein gleich am Bahnhof, an der Tourist-Info des Tourismusverbandes Elbsandsteingebirge am Reißiger Platz.

Mehr: Die Geschichte des Weges hinter der alten Wegemarke.


Surftipp

Wass wir schon immer wissen wollten, uns aber nie zu fragen getraut haben – wo wir sind, im Wald: www.sightsmap.com zeigt uns – wir sind fast überall.

www.sightsmap.com

Wo laufen wir eigentlich rum, wenn wir draußen sind? Draußen in der Natur, fernab von Menschheit und Zivilisation? Ob das überhaupt jemand weiß? Klar. Denn wir haben da ja unsere elektronischen Piepsmühlen da immer dabei. Deshalb sind wir dort gar nicht so unbeobachtet, wie wir immer denken. Und so gibt es diese schöne Karte, die uns zeigt, dass es die Häntzschelstiege in ein paar Jahren schon zu einem Bekanntheitsgrad geschafft hat, für den Lichtenhainer Wasserfall und Kuhstall 250 Jahre gebraucht haben.

sightsmap funktioniert aber auch außerhalb der Sächsischen Schweiz, überall in der Welt. Überall, wo wir denken, das wären ganz die letzten unberührten Refugien der Natur: Patagonien, Anchorage, Mt. McKinley, Neuseeland, nichts wie hin, ehe das dort auch noch überlaufen wird – Pustekuchen: Überall dort haben wir vielen Touris es in sightsmap bereits schon schön gelb gemacht. Wer wirklich mal ganz alleine im Wald sein will, für den gibt es natürlich auch noch genug Platz: Dahlener Heide; Nochtener Sümpfe; Hohenleuben, Langenwetzendorf, Zeulenroda-Triebes, einfach hinter der Göltzschtalbrücke links rein; Naturpark Dübener Heide; Wulfener Bruch und Teichgebiet Osternienburg; Kyllburg, liegt hinter Bitburg, was wir nur vom Bier her kennen.

Oder Knüllgebirge. Dort gibt es einen uralten Höhenweg. Der heißt Alte Straße, geht da 30 Kilometer immer auf dem Kamm lang. Wie der Rennsteig. Blos viel weniger überlaufen. Da kannst du tagelang mit deinem Bergzelt langmachen, ohne einem einzigen Menschen zu begegnen. Abends brätst du dir ein paar Pilze. Und Ranger gibt es dort auch nicht. Verrückt. Gleich hinter Bad Hersfeld, mitten in Deutschland. Wehneberg hoch, dann links rein.

Blos ... wer kennt das schon? Knüllgebirge. Die Leute müssen da ja immer blos andauernd die Annapurna-Runde langmachen ...

www.sightsmap.com


Spuren lesen, Pfade finden

Aktualisierung Schrammsteinkarte

Unsere Wege ändern sich, fortlaufend, langsam, aber beständig. „Da wächst alles zu, wegen dem Nationalpark“, ist die eine Meinung. „Es laufen da immer mehr Wanderer durch den Wald und es wird immer schlimmer mit der Beunruhigung der Landschaft“ die andere. So richtig stimmt aber beides nicht, denn in Wirklichkeit gibt es viel mehr Faktoren, die unsere Wege verändern. Wie man das herausbekommt? Einfach die Wege genau anschauen.

Im Frühjahr 2015 habe ich das Schrammsteingebiet ausgiebig kartiert, denn nach 2006 (zur 6. Auflage) war nun (für die 8. Auflage; bei der 7. Auflage gab es „nur“ einzelne Nachträge) mal wieder eine flächendeckende Überarbeitung dran. Dies nehme ich zum Anlass, einmal ganz ausführlich von meinen Geländearbeiten zu berichten.

Was ich im Gelände mache und was mich bei unseren Wegen umtreibt.


Eisenbahnsignale

Wanderkarte jetzt auch streckendiensttauglich

Auf meinen Detailkarten habe ich auch bisher schon ausgewählte Eisenbahnsignale eingetragen. Erfahrenen Betriebseisenbahnern war freilich aufgefallen, dass es hier Lücken gibt. Insbesondere fehlende Hauptsignale gehen natürlich keinesfalls in Ordnung. Bei der 7. Auflage meines Titels „Die Bastei 1:100000“ habe ich das nun abgestellt und ganz genau recherchiert. In der Karte sehen Eisenbahnsignale nun folgendermaßen aus:

Neue Signatur Überleitstelle Rathen

Wie man sowas rauskriegt? Strecke ablaufen ist schwierig, ebenso Mitfahren auf einer Lok. Ideal zum Recherchieren haben sich aber die Führerstandsmitfahrten erwiesen, die es jetzt auf Youtube gibt. Die roten und gelben Signaturenzusätze sind stilisierte Mastschilder, an denen man den Signalcharakter detailliert ablesen kann. In der Natur sehen die wie folgt aus:

Neue Signatur Danke ThomasGLS.

Triebfahrzeugführter aber bitte beachten: Haupt- und Vorsignale, Blöcke, Gleisanlagen, Überleitstellen und Schutzweichen wurden vollständig nach besten Quellen recherchiert. Dennoch sind geringfügige Unkorrektheiten nicht völlig auszuschließen. So haben sich z. B. Vorsignal-Wiederholer als nicht maßstabsfähig erwiesen und erscheinen nach wie vor nur in Auswahl. Auch weiterhin gilt der Grundsatz: Die Wanderkarte kann die Streckenkenntnis nicht vollständig ersetzen. Verlassen Sie sich beim Führen eines Triebfahrzeuges nicht ausschließlich auf ihre Wanderkarte. Erwerben Sie bitte rechtzeitig Streckenkenntnis, bevor Sie mit Ihrem Zug das Gebiet einer Böhm-Wanderkarte befahren.


Vertrauensbildene Maßnahmen bei Wespen beim Wandern

Mit den Wespen leben

Zur Zeit gibt es massenhaft Wespen. Überall. Schlimme Plage? Alle wegjagen? Tot machen? Das wirst du nicht schaffen. Was kann man also tun? Versuchen, mit den Wespen auszukommen. Wespen sind klug, friedlich, allerdings auch wehrhaft. Sie stechen niemals aus Bosheit, zum Ärgern oder Blutsaugen. Eine Wespe sticht nur, wenn sie Angst hat. Dann aber entschlossen und schnell. Outdoor gibt es hier vier Szenarien:

1. Nicht nervös Rumfuchteln. Du sollst nicht denken, die Wespe wäre eine Fliege, und sie versuchen, mit Rumfuchteln zu verjagen. Die Wespe kriegt da ganz schnell die Panik: Bevor sie versucht, zu türmen, sticht sie zu. Da warst du dann aber selber schuld an dem Stich. — Besser, okay, ich sehe ein, das bedarf bissl Überwindung, – wenn du so ein Tier bei dir im Gesicht bemerkst, wie es langsam von der Nase unter dem Auge Richtung Ohr krabbelt: Still halten, krabbeln lassen. Was sagt der Hundehalter wenn er mit großen, unangeleinten Hunden kommt? „Die tun nichts.“ — Das stimmt. Du wirst dir da zwar zunächst ein bissl wie ein Schlangenbeschwörer beim ersten Mal vorkommen. Es ist eine vertrauensbildende Maßnahme. Denn du wirst merken: Die sticht wirklich nicht und ist bald wieder weggeflogen. — Wenn du sie wegjagen willst: Langsam, ganz langsam mit großer Handfläche nahe an die Wespe dran, vorsichtig. Das täuscht der Wespe ein großes Luftschiff vor, was sich da langsam nähert. Berechenbar. Daher ungefährlich. Und sie wird wegfliegen. — Tipp für Anfänger: Das erstmal mit einer Wespe auf dem Arm üben.

2. Wespe im Mund. Hier klare Ansage: Essen und trinken ist, wenn Wespen da sind, sowas, wie im Straßenverkehr über die Straße gehen. Da passt du doch auch auf. Also: Immer gucken, ob da nicht eine Wespe auf deinem Brot oder deiner Tomate drauf ist. Beobachten. Bierdeckel auf Limo oder Bier. Aber dann trotzdem immer nochmal nachgucken, ob da nicht eine reingekrochen ist.

3. Wespe im Hosenbein. Schließlich verfangen sich die Viecher leicht in unseren schlabberigen Sommerkleidern, Hosenbeinen, T-Shirt-Ärmeln. Dort können sie sehr schnell Platzangst kriegen und stechen. Das passiert, und dagegen ist man am Machtlosesten. Bedenke aber: Das ist für die Wespe viel schlimmer, als für dich. Denn nur in den wenigsten Fällen kommt sie da wieder lebendig raus.

4. Wespennest in der Nähe. Schließlich: Es sind plötzlich sehr viel Wespen da. Sagen wir, mehr als 20. Dann bist du in der Nähe von einem Wespennest. Da hilft nur eins: Selber abhauen. Ein paar Meter weg und du hast meistens Ruhe.

Schlimm ist der erste Wespenstich für kleine Kinder. Man merkt das an diesen markerschütternden Schreien im Gasthaus am Nebentisch. Dann sofort Notarzt, Rettungshubschrauber, Anti-Allergietest? Quatsch. Das geht schon deshalb nicht, weil es viel mehr Wespen gibt, als Notärzte und Hubschrauber. Jeder von uns hat irgendeinmal zwischen seinem zweiten und sechten Lebensjahr seinen ersten Wespenstich abgekriegt. Das ist immer wieder ganz ganz schlimm. Schön, wenn Mutti oder Vati dann ganz ganz – toll trösten.


Die Bastei 1:10000

Soeben ist eine neue Auflage meines Titels „Die Bastei 1:10000“ erschienen.

Friedrich, C. D.: Böhmische Landschaft mit dem Milleschauer

Wieder hat sich da eine Menge geändert, vom neuen angelegten Radweg neben der Basteistraße über das SteinReich bis zur Kunstmeile in Wehlen. Wege wurden asphaltiert, andere Wege sind verfallen und zugewachsen. Es gibt neuerdings einen Rapunzelturm, einen weitgehend unbekannten Liliensteinblick hinter Grögers Gut, einen Sarg des Eremiten im Uttewaldergrund, den mir Helmut Venus, der Lohmener Kreiswegemeister mitgeteilt hat. Und viele andere kleine Dinge am Wegesrand, die oft auch für mich neu waren.


Elbe-Niedrigwasser: Pegel Schöna 64 cm.

Es muss nicht immer Hochwasser sein. Zur Zeit haben wir ein extremes Niedrigwasser in der Elbe:

11.08.2015, Pegel Schöna 64 cm, 69,9 Kubikmeter/Sekunde

(Am 16.07.2015 8:15 waren es 75 cm).

Zum Vergleich: Das war die Kirnitzsch am 07.08.2010. 80 Kubikmeter/Sekunde.

Ist das nicht schon ein bisschen verrückt, weniger Wasser in der Elbe, als in der Kirnitzsch? Dazu gleich mal ein Wandertipp (oder Badetipp): Die Elbe mal wieder als Furt benutzen und einfach durchlaufen. Das ist zwar etwas übertrieben, man muss in der Flussmitte schon noch ein paar Meter ordentlich schwimmen um an das andere Ufer zu kommen, wobei man auch ganz schön stromab abtreibt. Aber: Das Flussbett ist über weite Strecken trocken, im Prinzip ist es nur noch die Fahrrinne, in der ordentlich Strömung ist. Es ist erstaunlich, wie schmal unsere Elbe sein kann.

Siehe hierzu auch: Meine Hochwasser-Themenseiten


Caspar David Friedrich und der Erzgebirgsbasistunnel

Berge sind nicht nur Berge sondern auch Symbole. Warum sonst würden wir sie besteigen? — Wie vielleicht bekannt ist, habe ich es auch ein wenig mit Friedrichscher Symbolik. Altes Zeug? Was für den Kunsthistoriker? Nahezu baff war ich, als mir soeben (Kontext Bahnlärm im Elbtal) das SMWA-Video „Neubaustrecke Dresden-Prag“ über den Weg lief und ich dort ab Minute 3:40 Caspar David Friedrichs Böhmische Berge reingeschnitten vorfand:

Friedrich, C. D.: Böhmische Landschaft mit dem Milleschauer

SMWA, Vectorvision Leipzig: http://www.nbs-dresden-prag.eu

Wow. Musste ich gleich in meiner Friedrich-Seite von 2011 einlinken. Ganz nach ganz unten scrollen. Das ist eindeutig der Friedrich aus dem Albertinum. Kaum zu glauben.


Die kleine Fichte hat wieder Maiwuchs angesetzt

Foto: Christine-Müller_Kopprasch

Jedes Frühjahr gehe ich einmal in den Uttewalder Grund, um mir „meine Fichte“ anzusehen. Die Fichte hat sich vor ein paar Jahren auf einem riesigen alten abgestorbenen Baumstumpf in ein paar Metern Höhe ausgesät und ist dort angewachsen. Irgendwann wird der Baumstamm auf dem sie hochwächst, verfault sein. Das Ganze wird runterbrechen und die kleine Fichte sicherlich mit in den Tod reißen. Doch jetzt hat die kleine Fichte erst wieder einmal kräftig Maiwuchs angesetzt. Eine winzige Chance hat sie: Wenn ihre Wurzeln noch ein paar Jahre kräftig wachsen und der Stumpf noch ein paar Jahre hält. In so altem Holz sind ja viel Nährstoffe drin ...

Mal hinwandern. Der Baum ist leicht zu finden. Vielleicht 20 Meter vor dem Freundschaftsstein, wenn man von Wehlen kommt, links am Weg. Eine Viertelstunde weiter gibt es Schwarzen Steiger in der Waldidylle. Ich bedanke mich herzlich bei Christina Müller-Kopprasch für das Bild.

Man kann in dem Gebiet überhaupt wunderbar wandern. Meine Geheimtipps sind das Kehlloch und der Wolfsberg-Weg. Einsam. Kennt keiner. Weil alle immer nur auf die Bastei rammeln müssen. Wer achtet da schon auf so einen kleinen Baum ...


29.04.2015: Ilse-Ohnesorge-Weg eröffnet

Sebnitz ist die heimliche Wanderhauptstadt der Sächsischen Schweiz. Am 29. April wurde in Sebnitz wurde ein neuer Wanderweg ausgewiesen, der Ilse-Ohnesorge-Weg. Hier das Eröffnungsfoto mit OB Mike Ruckh und Gunter Seifert, dem „Vater des Weges“:

Bild: Peter Rölke

Ich bedanke mich herzlich für die Einladung zur Wegeröffnung (und beim Bergverlag Rölke für das Bild).

Bleibt nur noch eins – Den Weg in die Karte einzutragen:

Schon passiert.


Neuerscheinung: Damit unsere Wanderwege immer gesund bleiben.

Es ist keinesfalls selbstverständlich, das Wanderwege immer gesund sind. Darum gibt es Dr. Böhms Praxis für Wanderweg-Heilkunde. Und dies nicht nur online, sondern dank des Hallenser Stiegenbuchverlages jetzt auch als gedruckte Ausgabe. In dem fundierten Praxis-Ratgeber werden 13 Wegekrankheiten erstmalig beschrieben und in ihrer Pathologie, Symptomatik, Diagnostik und Therapie wissenschaftlich abgehandelt. Auf Grund der Themenspezifik ist es zunächst aber nur eine ganz kleine Auflage. Es lohnt es nicht, den Titel in den Shop aufzunehmen. Das Heft ist aber zu Fuß bestellbar, Preis 5,80 €, zzgl. 4,00 € Versand.

Dr. Böhms Praxis für Wanderwege-Heilkunde. Damit unsere Wanderwege immer gesund bleiben. 24 Seiten, DIN A4. Halle (Saale): Stiegenbuchverlag. 5,80 €


Flex, Hilti, und raus ist das olle Zeugs

Adlerlochstiege Foto: Privat

Soeben erhalte ich von [censored] die Nachricht, dass die Adlerlochstiege abgebrochen worden ist. Und schon kursieren wieder Vermutungen, dass das die Nationalparkverwaltung gewesen sei. Einspruch Euer Ehren, das kann eigentlich *) gar nicht die Nationalparkverwaltung gewesen sein. Denn dann hätte ich von diesen Plänen doch in der Wegekommission (Achtung, viel Text) erfahren. Nee, in der Wegekommission haben wir uns letztens nur so um Formalia gekümmert. Die Adlerlochstiege war da kein Tagesordnungspunkt. — Hm. Was machen wir nun? Protestieren? Mail an die Nationalparkverwaltung? Oder gar an den Umweltminister? Nachhaken, wieso das nicht in der Wegekommission behandelt wurde? Rummeckern, uns aufregen? — Ach Quatsch. Das machen wir Wanderer am Allerbesten unter uns aus (Achtung, ebenfalls viel Text).

*) Es sei denn, es wäre jemand von dieser „Macherfraktion“ der Nationalparkverwaltung gewesen, die es da angeblich geben soll. Die da nicht groß fackeln und einfach kurzen Prozess machen. Nicht groß fragen. Flex, Hilti, und raus ist das olle Zeugs. Und das wars dann gewesen. — Was sagt man zu sowas? So ein Naturschutz: Nein, danke.


Pilgern. Mal was anderes

Es muss nicht immer Wandern sein

Was waren dass noch für Zeiten, als Theodor von Heuglin – angeregt durch August Petermann – 1861 auf Entdeckungsreise nach Innerafrika gegangen ist. Petermann hat da dann Stielers Handatlas drausgemacht, für uns ist das heute die Entdeckung Afrikas. Wie haben sich die Zeiten geändert, Afrika, du meine Güte, das buchst du heute im Reisebüro bei TUI. — Allerdings denken wir heute auch, dass es vor lauter Auto Fahren inzwischen völlig unmöglich geworden ist, zu Fuß auch nur bis in den Nachbarort zu kommen. Das stimmt nicht ganz. Man kann nach wie vor quer durch Deutschland laufen. Beispielsweise auf dem Ökumenischen Pilgerweg.

Auf dem Ökumenischen Pilgerweg kommt man ganz gut von Görlitz bis Vacha, kurz hinter Eisenach. Dann hat man aber ein Problem. Man kommt da, in Vacha angekommen, nicht so einfach weiter zum Elisabethpfad, auf dem es weiter nach Marburg und Köln geht. Zwei Autobahnen sind da zu überqueren. Die sind auch nicht weniger lebensgefährlich, als der afrikanische Urwald. Dreißig Kilometer am Stück. Ausschließlich Wald. Kein Ort, kein Mensch, kein Gasthaus, kein Quartier. Nur Wald und Natur. — Kann nicht sein? Gibts nicht in Deutschland? Gibts doch. Im Knüllgebirge. — Knüllgebirge? Noch nie gehört? Macht nichts. Liegt mitten in Hessen, gleich hinter Bad Hersfeld. Eigentlich wollten wir da nur so langpilgern. Im Pilgerquartier in Vacha hat uns der Vachaer Pfarrer aber aufgetragen, wenn wir da eine Route gefunden hätten, das doch einmal aufzuschreiben. Wie eben vor 150 Jahren August Petermann Theodor von Heuglin. Daraus ist dann – zwar keine neue Auflage von Stielers Handatlas – aber eine Pilgerwegbeschreibung geworden ...

Vacha — Allmuthshausen Eine Pilgerwegbeschreibung von Vacha nach Allmuthshausen ...

In Bad Hersfeld machen übrigens die ganzen bei Amazon bestellten Böhmwanderkarten Zwischenstation. Deshalb ja dort auch die vielen Autobahnen. Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte.
Und in Marburg hatten wir die große Freude Rainer Brämer zu treffen. Aber das ist auch eine andere Geschichte.

Irrlichter

Es gibt ein neues Video von der Stativkarawane: Irrlichter. Auf sowas musst du erst einmal kommen. Mitten in der Nacht auf die Tante zu klettern.

Felssturz im Kirnitzschtal

Am 2. September 2014 um 5:45 Uhr gab es plötzlich ein großes Gerumpel und dann einen neuem Klettergipfel im Kirnitzschtal.

Die „Eintagsfliege“. Haargenau mittig auf der Kirnitzschtalstraße. Linke Flucht exakt Außenkante Straßenbahnschiene. Wenn die Kulissenbauer von J. R. R. Tolkien da einen Bauschaum-Felsen so auf die Straße gesetzt hätten, hätte der Regisseur gesagt: Nee, Jungs, nochmal. Das sieht zu unnatürlich aus.

Drei Viertel ihres Daseins blieb die „Eintagsfliege“ unbezwungen. Erst gegen 22:30 Uhr ist sie erstbestiegen worden:

Erstbegeher Stefan Gernert vom K. V. B. Buschmühle 1997. Der Alte Weg ist die Südkante. VIIa, seilfrei, Rotpunkt.

Um am 3. September 7:15 Uhr dann ...

Na, Eintagsfliege eben.

So etwas passiert nicht alle Tage. — Aber was heißt hier „nicht alle Tage?“ Mittig auf die Kirnitzschtalstraße. Mit 1,50 m Rand rechts und 1,60 Rand links von der Fahrbahnkante. So einen Batzen. Aus 150 Meter Entfernung auf 5 Zentimeter genau hinzuschmeißen. Das muss man sich mal vorstellen. Das musst du erst einmal draufhaben. Volltreffer.

Das ist eine Schussgenauigkeit von 1:3000. Das ist so, als ob die dem Paris-Geschütz von 1916 auf 40 Meter genau geschossen hätten. Oder mit so einer Kanone von der Festung Königstein runter durch einen Hula-Hopp-Reifen. Und das mit 70 Tonnen. In dem ganzen Dreißigjährigen Krieg, Erstem und Zweiten Weltkrieg zusammengenommen, hat es keine einzige Granate gegeben, die mit so einer Präzision eingeschlagen ist.

Ja und dazu noch ist hier alles total friedlich abgelaufen.

In zehntausend Jahren passiert so etwas nur ein einziges Mal. So etwas schaffen wir Menschen mit unserer Technik – niemals.

Die Sächsischen Bergsteiger werden den Namen der Eintagsfliege noch in Generationen in die Welt hinaustragen.

Bis 23.Oktober war die Kirnitzschtalstraße dann noch voll gesperrt.


Naturbewusstsein 2013: Studie des Bundesamtes für Naturschutz

Es gibt eine neue Studie des Bundesamtes für Naturschutz: Naturbewusstsein 2013.

Im Rahmen eines Interviews mit Bundesumweltministerium Barbara Hendricks werden Ergebnisse der Studie wie folgt zusammengefasst: „Naturschutz wird in der Öffentlichkeit auch mit Einschränkungen und Verboten in Verbindung gebracht und zu Überraschung aller sagen die meisten Deutschen: Ja, da stimmt aber da ist gar nicht schlimm, vielleicht sogar notwendig.“ (Detlef Reepen im Bayerischen Rundfunk)

Mal wieder Verbote? Und – gar nicht schlimm? Könnte es vielleicht nicht auch sein, dass da die Autoren der Studie ein klein wenig nachgeholfen haben? — Wie so etwas gehen soll? Indem man Fragen stellt und den Befragten Antworten in den Mund legt, die diese so gar nicht gegeben haben. Hier eine kritische Durchsicht und Entgegnung:

Naturbewusstsein 2013. Wie uns Wegverbote untergeschoben werden.


6. März 2014: 150 Jahre Felsklettern in Bad Schandau,

na — und in der Welt. Überhaupt! — Die Wiege stand hier in Schandau. Der größte Zahn, der jemals im Elbsandstein gezogen worden ist, war der Falkenstein, am 6. März 1864. Damals ging es los und heute steht es in der Wikipedia. In der deutschen, aber auch die englische, spanische, russische, tschechische und italienische Wikipedia kennen keine früheren Nachweise sportlichen Felskletterns. In der chinesischen Wikipedia steht irgendwas mit 1924. In der französischen Wikipedia taucht ein „Walter Parry Haskett Smith“ auf. Also Perry Smith. Der saß wegen Randalierens schon im Bad Schandauer Gefängnis. Das dann nach dem 2002er Hochwasser abgerissen worden ist. Ja, und Fritz Wiessner war dann 1937 der Erstbegeher des Devils Tower, Wyoming.

150 Jahre. 1864. Das war 18 Jahre vor der Geburt meines Großvaters. Am 6. März 2014, 9:30 Uhr lädt die Stadt Bad Schandau und die Bad Schandauer Kur- und Tourismus GmbH zu einer Festveranstaltung auf den Bad Schandauer Nationalparkbahnhof ein.

Die Ausstellungstafeln sind auch schon fertig und ich durfte schon einmal einen kleinen Blick draufwerfen:

Klasse gemacht. Frank und Martin Richter haben da auch wieder viel geliefert. Und viele andere. Die Ausstellung kommt dann in das Bad Schandauer Heimatmuseum. Also, mal wieder ins Museum gehen. Zu Frau Bigge, die die schöne Ausstellung kuratiert hat.


Frühling im Elbsandstein

Kein Mist, am 8. Januar habe bei uns die Vögel angefangen, Frühlingslieder zu singen. Am 25./26. Jaunar hatten wir mal drei Tage -10 Grad, dann wurde es schnell wieder wärmer. Das war der Winter gesesen.

Nicht mnehr so neu, lasse ich aber mal stehen. ZurErinnerung.

Es ist November 

Zur Erinnerung: Letztes Jahr kam am 28. Novemer der schlimme Schneebruch und am 15. April lag immer noch Schnee. Also keine Angst, da darf auch einmal ein Winter ganz ausfallen.


Deutschlandradio Kultur

Der Rundfunk war bei mir und Deutschlandradio-Autorin Leonore Lötzsch hat mich ein wenig an die Hand genommen.

Radiobeitrag

Textmanuskript

Ich bedanke mich bei der Autorin Leonore Lötzsch für das schöne Kompliment.


Die Khaatalkarte

Khaatal, ja, das ist doch da ganz hinten im Kirnitzschtal. Der Oberlauf der Kirnitzsch im Böhmischen, oberhalb der Oberen Schleuse. Meist fährt man da ziemlich schnell mit dem Rad durch. Die Nebentäler Zeidlerbachtal und Wolfsbachtal sind dem Insider auch noch flüchtig bekannt. Aber Käs und Brot? Das kleine Preußenlager? Die Wolfsburg? Die adoptierte Buche am Wolfsberg? Das Kleine Wolfsbachtal? Das Langehorn. Und die vielen kleinen Nebengründe? Nie gehört?

Dies ist eine wunderbare Landschaft, die es zu entdecken gilt

Khaatal 1:10000 Das Khaatal

Und dafür gibt es nun die passende Karte: Das Khaatal in einer Detailkarte im Maßstab 1:10000. Sieben Wochen hat die Geländearbeit gedauert. Über ein Jahr habe ich an der Karte gezeichnet. In der Titelkartusche hat der Sebnitzer Künstler Hansjörg Hübler das Schwarze Tor eingefangen. Das Khaatal ist ein weitgehend unbekanntes Stück Elbsandstein, dass wir eigentlich schon immer in unseren Herzen tragen.

Khaatal 1:10000 

Der Ladenpreis der Karte beträgt 5,80 € (145 Kč). Der Titel ist ab sofort im Buchhandel erhältlich und besonders freue ich mich, dass ich viele Händler in Hinterhermsdorf gewonnen habe.

Hintergrundinformationen zu dem neuen Titel

• Die Packungsbeilage: Was sonst noch auf der Karte drauf ist. Als PDF (1 Seite) oder als Textdatei

• Weitere Informationen: Häufig gestellte Fragen. Als PDF (3 Seiten) oder als Textdatei

• Und wer wissen will, wie die Karte entstanden ist, für den gibt es hier die neuen Themenseiten: Ja, wie macht man eigentlich eine Karte ...


Tharandter Wald 1:20000  Leider vergriffen.


Nationalparkakzeptanzstudie kritisch gelesen

Auf den Punkt gebracht.

Die Nationalparkverwaltung hat eine Studie, die die Akzeptanz des Nationalparks bei der Bevölkerung zum Gegenstand hat, erstellen lassen. Natürlich werden solche Studien oft in einem Stil verfasst, dass der flüchtige Leser denkt, alles weitgehend okay – no problem, wobei gleichzeitig Kantiges durchaus, leicht schaumgebremst, genannt wird. Grund also, sich für eine tiefgründige Lektüre etwas Zeit zu nehmen.

Andreas P. hat das im www.sandsteinwandern-Webblog für uns getan. Der Beitrag bringt es haargenau auf den Punkt. Was stimmig ist. Wo nachzuhaken ist. Was man zwischen den Zeilen findet. Und in welche Richtung es geht. Dazu übrigens sein Klasse Stil. Zitat

„Die Öknoranten werden wohl im Moment noch einen Nationalpark ohne Menschen für erstrebenswert halten. Ob sich die Menschen erzwungener Maßen, aus Einsicht oder aus Desinteresse aus der Natur zurückziehen – das ist ihnen dabei egal. Hauptsache weg.“

So etwas muss man wirklich dreimal auf der Zunge zergehen lassen. Erstens, sich erzwungener Maßen aus dem Nationalpark zurückziehen, na hallo?! Zweitens, was, Kinder, für eine putzige Einsicht soll das denn sein, dank derer wir es vorziehen sollten, lieber zu Hause zu bleiben, als in die Natur zu gehen?!? Ja und schließlich das Desinteresse. Sollte das nicht viel eher ein Grund sein, sich auf dem höchsten Gipfel der Thorwalder Wände in den Wald zurückzuziehen und bitterlich zu weinen – anstatt sich darüber zu freuen, dass sich nun endlich „diese ganzen Horden“ aus dem Nationalpark verfatzt hätten!???

Link zur Zusammenfassung der Studie
Link auf den Blogbeitrag von Andreas P.


Ach, das Hochwasser ...

... hat mir die Sprache verschlagen. Am 4. Juni war dann bei uns in Bad Schandau das Internet weg. Seit dem will mir zu Hochwasser nichts mehr einfallen. Vielleicht aber lasse ich den im Hochwasser verfassten Text (nach dem Hochwasser blau kommentiert) einfach stehen:

Aktuelle Hochwasserlinks:

Tschechische Pegel: http://www.pla.cz/portal/sap/PC/ (Sehr gut erreichbar)
Pegel Schöna (Pegelonline): http://www.pegelonline.wsv.de/gast/stammdaten?pegelnr=501010 (Sehr gut erreichbar)
Pegel Schöna (ELWIS):https://www.elwis.de/gewaesserkunde/Wasserstaende/... (Sehr gut erreichbar)
Hochwasserzentrum Sachsen: http://www.hochwasserzentrum.sachsen.de/%E2%80%8E (Weil hier alle nachgucken, klappt es nur selten)
Webcam Königstein: http://www.koenigstein-sachsen.de/de/Koenigstein/Webcam

Achtung, ich glaube, das Hochwasserzentrum prognostiziert deutlich zu hoch. So ist z. B. das Mittel der Vorhersage (von Mo mittag) für Dienstag 01:00 Uhr Schöna 9,15 m. Pegelonline meldet aber um 00:00 Uhr Schöna 7,86 m. Das ist immerhin eine um 1,30 Meter zu hohe Vorhersage. Bei allem Respekt: Die Abschätzung, dass es Mittwoch 10,80 bis 11,65 m (Pegel Schöna) werden könnten ... erscheint mir doch deutlich zu hoch.

(Jaja, war auch so. Man prognostiziert im Zweifelsfall eher zu hoch, als zu niedrig. Letztendlich waren aber die viel präziseren – und viel zeitigeren – Prognosen als 2002 ungemein wertvoll.)

Pegelstände Schöna:

02.06.2013 20:00 6,18 m
03.06.2013 02:00 6,38 m (+3,3 cm/h)
03.06.2013 06:00 6,65 m (+4,5 cm/h)
03.06.2013 12:00 7,03 m (+6,3 cm/h)
03.06.2013 18:00 7,44 m (+6,8 cm/h)
04.06.2013 00:00 7,86 m (+6,8 cm/h)
04.06.2013 06:00 8,41 m (+9,2 cm/h)
04.06.2013 12:00 8,83 m (+7,0 cm/h)
04.06.2013 18:00 9,56 m (+12,2 cm/h)
(Das war meine letzte Onlinestellung. Am 4. Juni verschwand Bad Schandau für einige Wochen in einem unheimlichen Internet- und Telefon-Blackout.)

Damit ist der Schandauer Marktplatz, und die B 172 ist unbefahrbar und die Schandauer Elbbrücke gesperrt. Postelwitz, Ostrau und Schmilka sind somit nur noch über das Kirnitzschtal an die Außenwelt angeschlossen. Man kommt durch die Baustelle Neumannmühle durch. Habe ich am Montag selbst nachgeprüft.

Zur Erinnerung:

Elbehochwasser 2002 war: Pegel Schöna 11,88 m – Wasserstand 4,28 m auf Schandauer Marktplatz
Elbehochwasser 2006 war: Pegel Schöna 8,88 m – Wasserstand 1,28 m auf Schandauer Marktplatz
Elbehochwasser Januar 2011 war: Pegel Schöna 7,46 m – Wasserstand 0,14 m unter Marktplatzniveau.
(Elbehochwasser Juni 2013 war dann: Pegel Schöna 10,65 m – Wasserstand 3,05 m auf dem Bad Schandauer Marktplatz.)

Wandertipp fürs Wochenende (Mit Wochenende war hier der 08./09. Juni gemeint)

Zur Anreise hier die passende Hochwasserinfo als PDF und hier eine Karte (1,6 MByte) bzw etwas kleiner (400 KByte)

(Karte stimmt, man kam wirklich überall hin, nur eben mit völligem Umdenken. Das mit der problemlosen S-Bahnanreise in dem PDF hat nicht gestimmt. Der S-Bahn-Verkehr wurde doch recht schnell eingestellt.)

 Straßenbahnen im Kirnitzschtal. (Nun längst wieder im Depot.)

Das Wetter soll schön werden, also mal wieder wandern. Hochwasser kriegt man nicht jeden Tag geboten. 99,9 % der Sächsischen Schweiz liegen höher als 10 Meter über dem Elbspiegel. Die sind überhaupt nicht vom Hochwasser betroffen. Dort geht das Leben ganz normal weiter.

Bitte bloß nicht denken, man würde da beim Wandern den „Rettungskräften“ im Weg rumstehen. Der Tourismus ist hier der wichtigste Wirtschaftszweig. Und der ausbleibende Tourismus ist – der allergrößte Hochwasserschaden! Anschließend ordentlich in ein Gasthaus einreiten.

Außer im Elbtal sind praktisch alle Gasthäuser geöffnet, und die freuen sich über Gäste. Die Ostrauer Scheibe, die Schrammsteinbaude, das Forsthaus, die Porschdorfer Einkehr, das Erbgericht in Porschdorf, das Panoramahotel Lilienstein, der Heitere Blick in Altendorf, der Berghof Lichtenhain, Wachbergbaude, Erbgericht Cunnersdorf, Pension Polenztal, Rußigmühle. In Hinterhermsdorf, Hohnstein, Kurort Gohrisch usw. usf.

Außer ins Elbtal, kommt man überall hin, Man sollte aber bitte nicht versuchen, mit Auto über Pirna – Königstein – Bad Schandau anzureisen. Und auch nicht versuchen, sich mit dem Auto „ins Kirnitzschtal durchzukämpfen“. Detailinfos, wie Sie hier trotz des Hochwassers herkommen, habe ich wie gesagt, hier in dem Info-PDF incl. Karte für Sie zusammengestellt.

(War tatsächlich so. Mir werden die wenigen Wanderer, die bewusst in dem fast leeren Elbsandsteingebirge geblieben sind, noch lange in Erinnerung bleiben. )


Neue Panoramatafel auf dem Großen Zschirnstein

Die neue Tafel auf dem Großen Zschirnstein  Foto: Werner Kulik

Der entfernteste Berg, den man bei Super Sicht vom Großen Zschirnstein aus sehen kann, ist die Tafelfichte im Isergebirge, 1124 m hoch, in 77 km Entfernung. Es folgt der 58 km entfernte Jeschken (1011,6 m). Milleschauer, Kletschen und Zinkenstein sind auch bei mittelguter Sicht erkennbar.

Aber wer weiß das schon? Damit man die Berge findet, gibt es jetzt eine Panoramatafel auf dem Großen Zschirnstein.

Die Tafel ist 227,51×183,76 cm groß, 6 mm stark, einige Zentner schwer und stellt damit alle anderen Aussichtspunkttafeln ordentlich in den Schatten. Sie entstand in Trägerschaft durch Heimatverein und Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna. Die Herstellung erfolgte mit freundlicher Unterstützung durch die Betriebe Metallbau Löser Schöna, ThyssenKrupp Schulte Radebeul, PRETEC GmbH Dresden und DH-Oberflächentechnik Pirna. Mal durchkalkuliert, wäre ungefähr ein Kleinwagen dabei herausgekommen. Wenn das mal reicht. Dafür allen Beteiligten, allen voran Herrn Löser – herzlichen Dank.

Die Zeichnung stammt aus meiner Feder. Für den Kartographen war es eine reizvolle Aufgabe, eine Zeichnung einmal für einen Wasserstrahl-Abrasivschnitt in Edelstahl auszuführen. Mal etwas anderes als Papier. Eine solche Tafel müsste man glatt einmal auf das Matterhorn stellen. Vielleicht mein nächstes Projekt.

Besonders gefreut habe ich mich auch über die unkomplizierte Zustimmung durch die Nationalparkverwaltung (als Naturschutzbehörde im LSG) und den Forstbezirk Neustadt als Grundeigentümer.

Bei der Bearbeitung war mir das Panorama von Thomas Quaiser eine wertvolle Hilfe, und nun ist sogar schon wieder ein neues Panorama veröffentlicht worden: Arne Rönsch, 14.05.2013. An diesen beiden wunderbaren Panoramen bestätigt sich übrigens die Erfahrung, dass eine klare Sicht und eine schöne Sicht nicht dasselbe sind. Das Quaiser-Panorama kann (entgegen der Einschätzung des Autors) sehr wohl mit heutigen Aufnahmen mithalten, man vergleichen nur einmal den Lippenberg (zwischen Milleschauer und Kletschen).

21.05.2013: Von Heinz Höra erfahre ich, dass statt der Tafelfichte das 98 km entfernte Hohe Rad der entfernteste Gipfel sein müsste, den man von Großen Zschirnstein aus sieht.

Also: Mal wieder auf den Großen Zschirnstein gehen. 561,74 m ist er hoch. Der höchste Berg der Sächsischen Schweiz. Vielleicht sieht man sogar das Hohe Rad, das auf der Tafel nicht drauf ist.


Neue Auflage Hinterhermsdorf

Endlich ist der Frühling da und passend dazu ist meine Hinterhermsdorfkarte (die einige Zeit vergriffen war), ab sofort wieder lieferbar.

Pik Leipzig 

Was sind neue Trends und Änderungen?

  • Bearbeitung Staatsgrenze: Wandergrenzübergänge (nach Schengen) getilgt, viele neue Grenzsteine erkundet. Major-Dieskau-Inschrift endlich entdeckt (Herzliche Grüße an Axel Mothes) und eingetragen.
  • Wanderwege, u. a. Gelb-Punkt am Weifberg verlegt, Grün-Punkt Passgrund neu markiert, Rot-Dreieck, Blau-Dreieck „Am Wald“.
  • Touristische Infrastruktur: Gasthäuser, Infostellen etc., z. B. Nationalpark-Infostelle Beize neu, Café Bäckerei Niedermühle neu, Campingplatz Thorwaldblick, Whs. Bauernstübel neu beschriftet.
  • Furten sind ein schöner neuer Trend mit dem Wege im Wald naturnah und kostensparend über Bäche geführt werden. Das ist auch für den Wanderer so richtig schön romantisch. Für Furten wurde extra eine neue Kartensignatur entworfen. Furten gibt es z. B. am Schwarzen Kreuz, im Bendlesgrund und am Duellweg.
  • Viele kleine Änderungen in der Landschaft und am Wegenetz, Paul-Richter-Bank, Kreuz-Eiche Taubenstein, die Dynamitkammern aus dem Jahr 1945 wurden eingetragen, die Andachtsbuche an der Obermühle, Weifberghütte beschritet. Neu ist auch eine Beaujolaishütte (O57), ein Märchenwald (V53) und ein rostiger Sessel (M54). Diesen bitte nicht wegräumen, denn sonst stimmt die Karte nicht mehr.

Kaum zu glauben, was sich in so einer Karte ändern kann. Insgesamt gibt es übrigens 411 Änderungen. Wer ganz genau wissen will, was sich alles geändert hat, für den gibt es hier eine Differenzkarte ...

Differenzkarte Hinterhermsdorf und die Schleusen 4.-3. Auflage

... und hier ein Laufendhaltungsprotokoll.

Vieles sind natürlich nur ganz kleine Änderungen. Das gehört aber dazu. Denn wenn man schon einmal mit hohem Aufwand in der Örtlichkeit kartiert, sollte man es auch gründlich machen. Ein paar Jahre kann man eine Karte schon einmal unaktualisiert lassen. Wenn man aber sehr lange gar nichts macht, dann ist die Karte irgendwann völlig veraltet.

Nun freue ich mich, dass meine Hinterhermsdorfkarte wieder auf dem neuesten Stand ist, so, als wäre sie gerade erst ganz neu gezeichnet worden.


Neuerscheinung Pamir 1:100000

Pik Leipzig 

Leipzig ist nicht nur der Name der Stadt, sondern auch der Name eines Berges im Pamir. Bereits zu Ost-Zeiten sind immer wieder Expeditionen in den Pamir unternommen worden, oft ohne richtige Karten. 1989 sind vier Leipziger Bergsteiger zur Erstbesteigung eines Gipfels aufgebrochen, dem sie zu Ehren ihrer Stadt den Namen „Pik Leipzig“ gegeben haben. Letztes Jahr waren sie wieder dort. Daraus ist nun eine Karte entstanden, die ich soeben aus der Druckerei erhalten habe.

Pamir 1:100000 · Pik Lenin · Pik Leipzig · Westlicher Trans-Alai-Kamm
SRTM Georelief Map 1:100000 · Detailkarte des Georeliefs nach Daten der Shuttle Radar Topography Mission
Rolf Böhm Bad Schandau. ISBN 978-3-910181-93-9. Ladenpreis € 9,80
Ab sofort im Buchhandel.

Presseinfo hier als PDF, als .doc, sowie als Textdatei.


Auch lange nicht dagewesen: Der lange Winter 2013, der bis zum 10. April dauerte

Am 14. März früh –10 °C, 19. und 21. März 15 cm Neuschnee und der bleibt liegen! Palmsonntag, 24. März, früh –11 ºC. Tiefster Winter mit geschlossener Schneedecke auf dem Lilienstein.

Was für ein März! So einen späten Winter hatten wir noch nie. Das ist doch mal was ganz anderes, als eine Polenztal-Märzenbecherwanderung. Bedeckt, trüb, es ist sehr kalt. Ostern mitten im Winter. Bis Sonnabend nach Ostern (6. April) immer bedeckter Himmel, die Wiesen unten in Waltersdorf schon langsam schneefrei geworden. Aber, ich traue meinen Augen kaum, oberhalb des Ziegenrückens, auf den oberen Ebenheiten um Rathewalde, Hohburkersdorf, Ehrenberg, Lohsdorf, Goßdorf: Tiefster Winter, die Felder nach wie vor voll schneebedeckt, Riesenschneehaufen, Nebel, Kälte, 2 Grad plus.

Sonntag, Montag, 7., 8. April kommt dann die Sonne. Es ist fast ein Wunder, wie hoch sie jetzt schon steht! schlagartiger Riesenfrühlingseinbruch. Endlich!

Siehe auch die Bilder hier, vom 14. April 2013

Winter bis 10. April. Ich lasse das hier ein bißchen in den Neuigkeiten stehen, denn, wie schnell vergisst man das.


Surftipp - soeben entdeckt:

outdoor + survival + wandern + trekking = trotten: Trotten mit Hut. Schon die Hütte, die die da vorn draufhaben:

Quelle: Trotten mit Hut 

Herrlich. Die musste ich mir gleich mal auf meinen eigenen Webspace raubkopieren. Für meine Hüttensammlung.

Wolf I

Zum Thema „Der Wolf im Landkreis Sächsische Schweiz“ gab (und gibt) es hier eine Petitionsinitiative.

8986 Menschen haben sich mit ihrer Unterschrift gegen eine unkontrollierte Ausbreitung des Wolfes in Sachsen ausgesprochen. Am 31.01.2013 wurden diese im Rahmen einer Sammelpetition an den Petitionsausschuss des Sächsischen Landtages übergeben. Weitere Informationen hier. Nachtrag 10.02.2013: Es sind noch einmal 300 Unterschriften zusammengekommen.

Wolf II

Der Wolf einmal anders: Bevölkerungspyramiden zeigen auf instruktive Art die Auswirkungen von Naturkatastrophen, Pillenknicken, Kriegen und ähnlichen Ereignissen auf die menschliche Gesellschaft: Während Dresden langsam aus der demographischen Delle rauskommt, nimmt die Einwohnerzahl der Sächsischen Schweiz weiter rapide ab. Man kann die Sorge des Elbsandsteingebirglers in punkto Wolf auch ein wenig tiefenspychologisch deuten. Die Königsteiner Grundschule, so heißt es, sei, bei den aktuellen Anmeldezahlen in ihrem Bestand noch nicht gefährdet. Der ev.-luth. Kindergarten Bad Schandau wird allerdings gerade geschlossen. Die Prossener Mittelschule haben wir vor ein paar Jahren dichtgemacht. Kein Nachwuchs mehr.

Wie werden unsere Bevölkerungspyramiden im Jahr 2026 aussehen? Hier eine Vorausschau, was den Menschen anbetrifft, greife ich auf das Landesamtes für Statistik zurück:

Quelle: Landesamt für Statistik  Quelle: Landesamt für Statistik  Quelle: Landesamt für Statistik  

Das werden die Exemplare der Art Homo sapiens doch schon ein bisschen neidisch in Bezug auf das Reproduktionsverhalten ihrer Kollegen der Species Canis lupus.

Wolf III

Weil ich oft draußen bin, gehöre ich auch zu den „Spaziergängern, Pilzesammlern, Anwohnern, Wanderern“ die sich an den Wolf gewöhnen sollen. Mir geht es wie vielen anderen Menschen: Man macht sich so Gedanken. Zumal ich auch Boofen gehe. Hier nun eine eigene Seite zum Thema „Der Wolf in der Sächsischen Schweiz“


Anderswo aufgelesen

       Ach herrje, herrjemine,
       wenn ich auf den Brocken seh!
       Die Pauschaltouristen wuseln,
       und den Wandrer muss es gruseln.
       Und vom Nationalparkspuk,
       bleibt am Ende Lug und Trug.
Arndt Noacks Brockenbesuch im Herbst 2012


Die Elbe ist eben kein Jangtsekiang *)

Komitee-Bericht zur Evaluierung Nationalpark Sächsische Schweiz

Schreck am Frühstückstisch: Die SZ vom 02.11.2012 verwies auf eine neue Nationalpark-Studie: „Komitee-Bericht zur Evaluierung Nationalpark Sächsische Schweiz“. Die hat es in sich.

Haupterkenntnis: Es gibt in der Sächsischen Schweiz viel zu viele Wanderwege. Unter 8.2 (Infrastruktur für Besucher) ist z. B. als Schwäche ausgeführt: Das Netz außerordentlich umfangreich gekennzeichneter Wege führt zumindest außerhalb der Kernzone zu weitgehend ganzflächiger Besucherfrequentierung mit entsprechendem Beeinträchtigungspotenzial. Die Überwachung der vorhandenen Regelungen zur Besucherlenkung [ist] unzureichend. Die Wanderwege sind drastisch zu reduzieren.

Wegereduktionen stoßen nicht nur bei uns auf Unverständinis, sondern auch anderswo, z. B. im Siebengebirge: „Aufregung um den Wegeplan Siebengebirge begründet“. Was das ungefähre Endziel ist, kann man sich im Nationalpark Harz ansehen, bzw. – nun eben nicht mehr: Hier die Baggerliste, mein Requiem für die Brocken-Wanderwege online, sowie als Broschüre beim Stiegenbuchverlag erhältlich (3,50 €+Versand).

Aber auch andersweitig zeugt die Studie von wenig Ahnung vom Wald. Da wird z. B. unter 2.3 (Grad der Naturnähe) bemängelt: Hoher Anteil an nicht standortgemäßen Fichtenforsten. Diese sind zügig ... in Laub-Mischwaldbestände umzuwandeln. Zugleich bemängelt man aber unter 2.1 (Raum für natürliche Abläufe) dass auf 43 % der Fläche noch forstliche Eingriffe erfolgen würden. Lediglich 36,2 % der Nationalparkfläche unterlägen erst der natürlichen Dynamik. Auch seien 40 Jahre sowieso viel zu lange für einen Übergang zu einem Nationalpark. — Na, wie soll das denn gehen, 90 km² Fichtenforst ohne forstliche Eingriffe in wenigen Jahren in Laub-Mischwälder umzuwandeln? Schon das Wort „zügig“: Die da präjudizierte Wildnis ist doch keine Waldschlösschenbrücke, die man da mal mit AutoCAD entwirft und dann „zügig“ hinbaut. Da stehen nun mal lauter Fichten in der Kernzone rum. Wie soll das gehen, da so fix, in vielleicht 40 Jahren, so einen tausendjährigen Eichenwald drauszumachen? — Natur Natur sein lassen - okay. Da schnurpelt dann vielleicht der Borkenkäfer bissl was weg. Aber im Großen und Ganzen ist eine 80jahrige Fichten-Monokultur nach 40 Jahren aller Wahrscheinlichkeit nach eines: Eine 120jährige Fichten-Monokultur.

Woher ich übrigens so viel forstliche Altklugheit habe? Na vielleicht aus dem Heft „Der Wald im Nationalpark. Gestern. Heute. Morgen“ von Holm Riebe, herausgegeben von unserer Nationalparkverwaltung. Klasse Heft, zur Rezension vorgemerkt.

In Abschnitt 4.6 (Besucherlenkung und Gebietskontrolle) wird eine verstärkte Einbeziehung in Netzwerke gefordert. Zugleich unterliegen da rumtippelnde Menschen (Stichwort „touristische Nutzung“) natürlich dem kritischen Auge der Autoren: In 4.5 (Konzepte zu Nutzungen) ist z. B. von schwerwiegenden Problemen für den Schutz der Natur ... aus der touristischen (Über-)Nutzung die Rede. Was sollen das denn für putzige Netzwerke sein? Sollen sich vielleicht Wanderer und Gastwirte gemeinsam vernetzen, um die „Wegedichte zu reduzieren“? Um sich letztendlich aus der Landschaft wegzuschützen?

Also mal wieder ganz schön Bambi-Syndrom.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Naturschutz ist ganz wichtig. Darum ist vor allem aber ganz wichtig: Natur-Verständnis. Und dass der Naturschutz von den Menschen akzeptiert wird. Es gibt eine Menge Leute, die sich für den Naturschutz interessieren. Und die gehen raus in die Landschaft. Nicht nur 2 Tage, wenn mal eine Studie geschrieben werden soll. Sondern ihr ganzes Leben.

Die Hegelsche Tripelitis These: Natur schönAntithese: Mensch MistSynthese: Also Mensch raus aus der Natur — ist Mist.

Der sächsische Umweltminister Frank Kupfer hat der Studie teilweise widersprochen. Ebenso hört sich die Wertung der Nationalparkverwaltung gut an. Man will nicht allen Empfehlungen der Evaluierung folgen. Der Aktion free borkenkaefer übrigens auch nicht. Blos gut. Dafür herzlichen Dank.

Ich glaub, im Siebengebirge haben die sich per Volksentscheid den geplanten Nationalpark inzwischen vom Hals geschafft. Das ist eigentlich schade, ihr lieben Berliner Naturschutz-Professoren, die ihr die Studie verfasst habt: Bei uns hier im Elbsandstein ist das anders. Wir sind stolz auf unseren Nationalpark und freuen uns über die höchste Naturschutzkategorie. Die Bewohner der Sächsischen Schweiz leben hier mit dem Nationalpark und von ganz vielen Menschen, die die Schönheit der Landschaft hier suchen und finden. Dazu machen die etwas ganz Absonderliches: Sie laufen im Wald rum. Auf ganz vielen großen und kleinen, breiten und schmalen, geraden und schlängeligen - Wegen. Das klappt wunderbar. Und das ist auch kein Spannungsfeld kontra Natur, sondern ein Einklang mit der Natur. Seit Caspar David Friedrichs Zeiten. Der ist übrigens gerade Boofen. In Berlin in der Alten Nationalgalerie:

Also Leute! Feuer im Nationalpark. Hinten übrigens abgesägte Baumstümpfe Waldinneres bei Mondschein. Vorne Leute bei hellem Feuer.

*) „Die Elbe ist eben kein Jangtsekiang“ ist ein Zitat aus einem von Andreas P. am 2. November 23:50 in das Stiegenforum eingestellten Beitrag. Bissl nach unten scrollen, der ganz lange Text ganz schön weit unten, herrlich geschrieben. Mensch, war der auf Brass. Am besten den Text in einer schönen Schriftart, z. B. Andron oder Garamond umformatieren und ausdrucken. Liest sich so viel schöner, als am Bildschirm.


Dazu passend: Wandertipp des BfN

Wir haben einen herrlichen November. Da wandert kein Mensch. Darum ist auch der November auch Dr. Rolf Böhms Geheimtipp-Wandermonat. Also, ich empfehle im November eine Wanderung auf dem Gratweg der Thorwalder Wände - ausdrücklich nicht. Das gilt als so „tierisch verboten“ dass dieser Weg nicht einmal auf den Böhm-Wanderkarten eingezeichnet ist.

Macht aber nichts. Wir haben hier ja das Bundesamt für Naturschutz (BfN). Raufsurfen -> Karten und Kartendienste -> Schutzgebiete -> Sächsische Schweiz ordentlich ranzoomen. Klasse Karten haben die da:

Karte: Bundesamt für Naturschutz

Na, da kann es nicht so verboten sein. Achtung, nur in der ruhigen Zeit im November zugelassen. Ab Dezember laden die da wieder eine andere Karte auf ihren Server.


Der Nationalpark Harz holt uns ein

Nanu, schon wieder dicke Technik in den hintersten Ecken des Nationalparks?

Dr. Butter, der Chef der Nationalparkverwaltung, hat es schwer. So alt, wie der Bau ist der Pfusch am Bau. Aber normalerweise schert sich kein Passant groß, wenn eine Baumaschine mal einen Pflasterstein kaputt macht oder eine Lampe an einer Baustellensicherung nicht brennt. Da meckert höchstens der Polier.

Im Nationalpark ist das anders. Wenn ein Rücketraktor ein kleines Stück Sandstein kaputt macht oder ein DIN-unkonformer Dieselkanister im Wald rumliegt, hat Dr. Butter sofort eine gigantische Masse Aufpasser auf dem Hals. Das geht rum wie ein Lauffeuer:

Mitteldeutscher Rundfunk, Sachsenspiegel, 01.10.2012 Am 01.10.2012 im MDR. (Hoppla, Verweildauer abgelaufen. Wozu zahle ich eigentlich GEZ?)

Sächsische Zeitung Pirna (02.10.2012, S. 16.)
Nicht zuletzt das Internet: www.sandsteinwandern.de.
Ich nehme mich da nicht aus: Rücketraktor in der Kernzone.

Vielleicht ist gar der gesamte Nationalparkgedanke überholt? So eine brisante These von Christian Helfricht.

Natürlich ist das widersprüchlich. Auf der einen Seite wird mit Großtechnik versucht – Stichwort „Entwicklungs-Nationalpark“ – künstlich aus Natur Natur zu machen. Gleichzeitig projiziert man die vermeintliche Apokalypse der gesamten Menschheit auf den kleinen Wanderer. Was dann aber auch für ein Zufall: Nachdem die Holzvollernter abgezogen sind – ist auch der kleine Pfad gleich mitverschwunden. Ich zeichne gerade an einer Wanderkarte des Khaatals 1:10000 und bemerke in der Böhmischen Schweiz sehr ähnliche Symptomatiken. Und übrigens auch im Nationalpark Harz.

Es scheint tatsächlich etwas nicht zu stimmen mit unseren Nationalparks.

Rainer Brämer nennt das das „Bambi-Syndrom“: Der Mensch kommt im Natur-Bild des Menschen nicht mehr vor, so Brämer bereits vor 10 Jahren: Widersprüche. Die Jugend referiert Brämer mittlerweile im Antiveganforum. Antiveganforum. Weißwedel-Hirschkalb. Junge, Junge, was es so alles gibt.

Wenn ich wieder einmal ein bißchen Zeit habe, mach ich mit ein paar weitere Gedanken dazu und schreibe eine eine neue Draußensein-Seite. Jetzt muss ich aber erst wieder einmal Karte zeichnen.


Schwarzabriss im Nationalpark

Wenn man vom Winterberg in Richtung Zeughaus den Roßsteig entlangwandert, kommt man am Katzenstein vorbei. Dort stand linkerhand immer ein kleines romantisches Blockhaus ein kleines Stück mitten im Wald: Die Katzsteinhütte.

Die Hütte wird erstmalig im Meßtischblatt von 1932 verzeichnet. Vorher soll es in der Nähe eine andere Hütte gegeben haben, in welcher ein Leierkastenmann gewohnt haben soll, dem der Krinitzgrab-Mord zugeschrieben wird. Spätere Geschichten um diese Hütte ranken sich um Förster, Bergsteiger und Grenzer, die hier bis 1961 einen einsamen Posten unterhielten. Das war auch die Zeit, als das Stasi-Ferienheim Zeughaus gebaut wurde. Übrigens von Knackis, die 1953 bei denen in den Kahn gegangen sind.

Die Katzsteinhütte wurde, wie soeben gemeldet wurde, von der Nationalparkverwaltung abgerissen.

So eine olle Bruchbude weg - so mag man meinen, das ist nicht weiter schlimm. Nur: Es ist nicht die erste weggerissene Waldhütte. Die Thorwaldhütte - weg. Die Knorrehütte - weg. Die Dietrichsgrundhütte - übrigens erst vor ein paar Jahren mit einer wunderschönen Holzschindeldeckung restauriert - auch abgerissen. Kinder, offenbar steckt hier System dahinter. Übrigens nicht nur im Elbsandstein, sondern auch anderswo, z. B. im Nationalpark Harz. Aber das ist ein anderes Thema.

Foto: Privat


Webcams im Elbsandstein ...

Wer schon immer wissen wollte, wie gut die aktuelle Sicht ist, für den gibt es einen neuen Service. Ich bedanke mich beim Elbsandstein-Verlag Dresden und beim Hotel zur Ausicht Hohnstein für das neue Angebot.


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