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Meine Exmatrikulation aus der Arbeitsgruppe „Wegekonzeption bei der Nationalparkverwaltung“

Kritik unerwünscht

Elf Jahre lang, von 2006 bis 2016 war ich kommunaler Vertreter in der Arbeitsgruppe Wegekonzeption Sächsische Schweiz. Selbstverständlich habe ich mich in der Arbeitsgruppe immer dafür eingesetzt, dass Wege nicht gesperrt werden, sondern begehbar bleiben. Dass grenzüberschreitende Wanderwege geöffnet werden. Dass naturnah Wandernde auf kleinen romantischen Pfaden nicht als „illegal“ kriminalisiert werden.

Das hat aber nicht so gepasst. Am 06.12.2016 erfolgte wohl auf Veranlassung von Nationalparkchef Dr. Butter meine Relegierung aus der Arbeitsgruppe (Gunnar Klehm: Wegekommissipon fast aufgelöst. Sächsische Zeitung vom 04.03.2017). Anlass war, dass ich mich geweigert habe, eine Kriminalisierung von Wanderern auf sog. „nicht erlaubten Wegen“ mitzutragen: „Bußgeld statt 50,00 € auf 500,00 € und wenn dass auch noch nicht reichen sollte, Einsperren.“ Originalton eines AG-Mitgliedes in der zugegebenermaßen nichtöffentlichen Sitzung, ich bin hier mal so frei, ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern. Aber wieso eigentlich nichtöffentlich? Durch die Sächsische Gemeindeordnung ist solcherart Nichtöffentlichkeit nämlich nicht gedeckt. Sollten wir nicht alle ein Recht darauf haben, erfahren zu dürfen, wie Entscheidungen über Begehungsrechte von Wanderwegen herbeigeführt werden? Kritik ist da offenbar unerwünscht gewesen, also — raus. Der Moderator der Arbeitsgruppe hat das mir gegenüber wie folgt formuliert:

„Wer sich hier nicht an die Spielregeln hält, hat in dieser Arbeitsgruppe nichts zu suchen.“

Also sowas ist mir letztmalig zuvor beim Fahnenappell der Pioniergruppe 1972 passiert.

Na okay, dann eben nicht.


Wer wissen will, was es denn so Schlimmes war, das ich aus der Wegekommission berichtet habe, kann es hier weiterhin nachlesen:

Vielleicht war es unerwünscht, die Einflussmöglichkeiten in der AG als doch eher gering darzustellen?
Arbeitsgruppe Wegekonzeption bei der Nationalparkverwaltung

„Dilemma“ lässt auch bissl das Positive vermissen –
Das Dilemma der Arbeitsgruppe

Oder war es falsch, auf das zweifelhafte Begehungsrecht des Grenzweges hinzuweisen ...
Grenzweg

Oder war eine kritische Analyse des „Wirkungsgrades“ der AG-Arbeit unerfreulich?
32. Versammlung

Oder hat man es als Angriff empfunden, für mehr Öffentlickeit einzutreten und die Protokolle öffentlich zu machen?
33. Versammlung

An meinen Bericht über die Trekkinghütten war sicher nichts auszusetzen ...
34. Versammlung

War hier meine Freude über die durch den SBB durchgesetze Eröffnung des Oberen Winterbergweges zu verhalten?
35. Versammlung

Auf der 36. Versammlung ging es in TOP 4 um „juristisches Vorgehen gegen illegale Bewerbung“ und „Anhebung der Bußgelder“ mit o. g. Zitat. Das habe ich natürlich auch etwas anders gesehen. Das haben die sich nicht gefallen lassen. Nach der 37. Versammlung wars das dann für mich gewesen.

 


Interessante Notiz: „In den 1930er Jahren wusste Rudolf Fehrmann das Ansinnen der NSDAP-Gauleitung über eine Sperrung des Rathener Gebietes für das Klettern und Wandern, mittels professionellem Vorklettern am Mönch zu zerstreuen.“ Quelle: www.teufelsturm.de/forum, mäh1, Altlaubegast, 06.03.2017 16:05.

30.12.2016 Initial
02.01.2017
05.01.2017 Datei 2008_21te_vorbereitung.doc (Öffnungsansinnen Oberer Winterbergweg) entdeckt.
16.01.2017
02.02.2017 Seiten aus http://www.archive.org wiederhergestellt
05.03.2017 Sächsische Zeitung, Gunnar Klehm, vom 04.03.2017 eingearbeitet
07.03.2017

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