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Kleine Mitteilungen, bewahrt, damit sie nicht verloren gehen

Lochmühle im Liebethaler Grund, Jüngere Geschichte 1950–1990: Eigentümer Staude ging in den 1950er Jahren in den Westen. In der Lochmühle verblieb Wirt Schlesinger als Pächter, Pacht ging in den Westen. Ab 1960er Jahre Pächterin legendäre Wirtin Saloni Baumann, die sich bei einem Besuch in der Lochmühle so in das Objekt verliebt hat, dass sie sofort ihre Arbeit in der Stadtverwaltung Zwickau kündigte und in den Liebethaler Grund übergesiedelt ist. Pacht wurde als Naturalleistung gezahlt und von Eigentümer Staude auch so anerkannt. Später dann in Rechtsträgerschaft des Baukombinates Frankfurt Oder als Betriebsferienheim, Objektleiterin Frau Hasse. Das Kombinat hat unmittelbar vor „der Wende“ mit der Sanierung begonnen, Dach und Zwischendecken waren bereits entfernt worden, Baukapazität war ja bei einem Baukombinat kein Problem, Baumaterial lag schon vor Ort bereit. Im Rahmen der „Wende“ 31.12.1989 Einstellung der Arbeiten, Rückübertragung an Staudes Erben, 30 Jahre ruinöser Zustand. 2013 Bau der Zuwegung durch Gemeinde Lohmen.
Quelle: Tel. Mitteilung Werner Silze, Lohmen, Dezember 2020.

Tägers Weh: siehe Tägers Wonne

Tägers Wonne: Benannt nach Eduard Hermann Täger, 1845–1918. Von 1867 bis zum 27.12.1873 (Datum Abschiedsfeier im Gasthof Hertigswalde) Revierförster in Ottendorf. Nach ihm benannt Flurnamen Tägers Wonne und Tägers Weh. Unter T. ebenfalls Errichtung der Forststraße vom Saupsdorfer Weg zum Vorderen Thorwaldweg. Deutung der am Säulenhorn befindlichen Inschrift „ERB HOF 1870“ als ,ERB[aut] // H[ermann] O[ber] F[örster] T[äger] // 1870‘. Ab 1874 Forstdienst in Reitzenhain, später Schwarzenberg. Dort zuletzt Geheimer Forstrat und Ehrenbürger der Stadt.
Quelle: Tel. Mitteilung Frau Dr. Göhler, Dresden vom 08.03.2021, einer Nachfahrin von Täger anhand von Unterlagen in Familienbesitz.

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