Grenzstein 28/8 II.
Neues Land 2026
Erneuter Mäanderdurchbruch an der Kirnitzsch
Wenn man die Kirnitzschklamm von Zadní Jetrřichvice (Hinterdittersbach) zur Oberen Schleuse entlangwandert, fällt es kaum auf. Direkt an Grenzstein 28/8 (leider sie die Steine stark verwittert und die Zahlen kaum lesbar) befindet sich das „Livland“ an dem 2016 die Kirnitzsch einen Mäander abgekürzt und damit Tschechien ein kleines Stück Land weggenommen hat.
Etwa 100 Meter dieses Bild:
Laut Karte müsste die Kirnitzsch eigentlich direkt am Wanderweg entlang führen, dort gibt es aber nur einen kaum als Fluss erahnbaren Altarm. Die Kirnitzsch fließt ein Stück weiter hinten entlang. Kein Zweifel: Hier gibt es einen neuen Mäanderdurchbruch.
Die Folge: Nachdem es 2016 schon viel Staub aufgewirbelt hat, hat nun Deutschland schon wieder Tschechien ein Stück Land abgenommen.
Stimmt das aber auch? So etwas lässt mir keine Ruhe.
Ich greife mit das Grenzkartenwerk von Deutschland (bei der UNO hier hinterlegt, dass dan aktuellen Vermessungsstand zeigt. Außderdem gibt es das Höhenmodell DGM von GeoSN, in welchem man den Kirnitzschlauf sehr gut sichtbar machen kann. Bitte das Bild nicht für bare Münze nehmen. Der erkennbare Einschnitt des Flussbettes der Kirnitzsch ist durch Kontrastverstärkng übertrieben dargestellt und tatsächlich nicht viel mehr, als einen Meter tief unter Gelände eingeschnitten.
Beides wird übereinander eingepasst. Zunäöchst zeigt die gute Übereinstimmung, dass Grenzvermessung und Höhenmodell sehr exakt sind. Gleichzeitig erkennt man deutlich den unterschiedlichen Lauf von der Kinitzsch an den beiden Stellen, dem „Livland“ von 2016 und dem neuen „Livland 2“ von 2026.
Das Höhenmodell ist schon ein paar jahre alt, der Durchbruch liegt also schon einige Jahre zurück.
11.04.2026 Livland 2 neu entdeckt
