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Neujahrserste 2011 auf dem Großen Winterberg

Winterwanderung mit Küchenuhr

Natürlich kann man jedes Jahr zu Silvester bis in die Puppen aufbleiben und rumballern. Es geht aber auch anders.

Für den Jahreswechsel 2010/2011 gab es einen ganz besonderen Aufruf: Gipfelsturm auf den Großen Winterberg. Das Wirtshaus sollte schon früh um 7 geöffnet haben.

Also los, Familie Krause und Böhm. Auf zur ersten Winter-Nacht-Erstbeteigung mit Küchenuhr. Gleich nach dem Silvesterkarpfen um 18:00 Uhr ins Bett und den Wecker auf 1/2 2 Uhr gestellt. Lassen wir das neue Jahr beginnen, wenn andere ins Bett gehen.

Startfoto 1. Januar 2011, 02:03 Uhr. Bad Schandau, Ostrauer Berg/Ecke Niederweg:

Zunächst den Ostrauer Berg hoch. Durch Ostrau in den Zahnsgrund.

Beweisfoto Backofen 3/4 3:

Nun den Wenzelweg hinein. Am Scheidenbörnel nach rechts Richtung Falkenstein. Dann den Elbleitenweg am Hohen Torstein vorbei.

Beweisfoto Großes Schrammtor 1/2 4:

Nun war es eine bange Frage: Es lag ein halber Meter Pulverschnee. Das kann ungespurt sehr anstrengend sein, vielleicht auch überhaupt nicht gehen. Werden wir durchkommen? - Wir hatten Glück, der Elbleitenweg war über die Weihnachtstage von eingen Wanderern begangen worden, so dass eine kleine Spur getreten war.

(Falls die Seite etwas stehen bleibt: Es war dies der sagenhafte Winter 2010/2011 mit dem vielen Schnee ab dem 24. November, der erst mit dem Hochwasser am 15. Januar weggetaut ist.)

Wir sind übrigens ohne Taschenlampenlicht gewandert. Dank des Schnees und der Gewöhnung der Augen an die Finsternis ...

... immer weiter in die Nacht hinein. Ein wunderbarer Winterwald. Doch der Elbleitenweg ist ewig lang ...

Beweisfoto 1/2 5, Abzweig Kleine Bastei. Man glaubt gar nicht, wie man sich über so einen ollen Wegweiser mitten im Wald freuen kann, an so einem endlosen Weg ...

Na, ein bißchen abgekämpft sehen wir hier schon aus. Egal. Noch eine Viertelstunde, und die Zwieselhütte ist erreicht. Höhe 240 Meter, Uhrzeit 3/4 5. Das Team aktiviert die letzten Reserven mit einem würzigen Früchtetee-Doping.

Nun Gipfelsturm den Wurzelweg hoch. Steiler Aufstieg mit Fackeln ...

Beweisfoto 1/2 6: Ausstieg Wurzelweg, Höhe 448,8 Meter.

Das ist übrigens ein tückischer Punkt. An der Wurzel oben denkt man immer, man ist schon so gut wie auf den Großen Winterberg. Stimmt ja auch, aber 100 Höhenmeter sind es dann doch noch.

Nun die Zielgerade: Punkt 06:00 Uhr:

Zielfoto vor dem Wirtshaus Großer Winterberg.

Geschafft ...

Ein ganz klarer Fall für das Guiness-Buch der Rekorde: Wir sind die Ersten, die jemals mit einer Küchenuhr von Ostrau auf den Großen Winterberg gewandert sind.

Nun ein Spruch ins Gipfelbuch. Wer zur Quelle will, muss gegen den Strom schwimmen. Das war übrigens der Neujahrsersten-Gipfelbuchspruch von Bernd Arnold auf dem Goldstein 1979.

Es wurde dann ein sehr schönes, ausgiebiges und nahrhaftes Frühstück, bei dem die Zeit sehr schnell verging.


Schön ist es aber auch, wenn es erst hell ist ...

Abstieg den Bergsteig hinunter ...

Schmilka, am 1. Januar 2011


Wir haben mit unserer Neujahrsersten riesiges Glück gehabt. Nur 1/4 Stunde später kam Matthias Noack aus Neustadt. Da sieht man mal wieder, die Neustädter sind fast immer und überall mit unter den Ersten. Übrigens auch nicht die Standardroute von Schmilka, sondern über Neumannmühle und Roßsteig. Ein Extremwanderer kam vom Lichtenhainer Wasserfall über den Kleinen Winterberg. Und die weiteste Tour hatte der Fünftplatzierte zurückgelegt, vom Papststein. Übrigens, um gleich wieder auf den Papststein zurückzuwandern. 33 Kilometer.

Und das war das Team:

Rahmendramaturgie: Klaus Fiedler (im Bild oben Herr vor dem Eishaus), Pirna und Henkenjohann&Ziegler, Großer Winterberg

Ausführungsidee: Karla-Gottschalk-Böhm
Organisation: Ines Krause
Führung: Thomas Krause
Routenleger: Rolf Böhm

Herzliche Grüße an Matthias Noack aus Neustadt und danke für die Bilder.

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