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Chasseur im Hohnsteiner Land

Tiefer Winter auf dem Gickelsberg

Eine einsame Spur führt von Lohsdorf aus nach Nordwesten. Aber auch die verliert sich bald.

Nur noch Schnee und Eis. Hier soll es entlanggehen? Hier mag der Chasseur im Walde den Tod gefunden haben ...

Das Gehen im Tiefschnee kann sehr anstrengend sein und es geht nur ganz langsam voran. Frischer Pulverschnee, der sich teilweise hoch zusammengeweht hat. Darunter oft zu leichtem Eis gewordener Altschnee, Schneedünen, einzelne Schneebretter. Teilweise tragender Harsch. Oft aber nur eine dünnes Kruste.

Der Blick sucht nicht die Weglinie, sondern er versucht, die Verwehungen zu erkennen und die kommende Schneetiefe abzuschätzen. Wandern in tiefem Schnee erfordert ein Großmaß an Konzentration und Koordination. Das Auge ist immer ein paar Schritte voraus, aber ob die Verharschung unter dem Pulverschnee trägt, das erweist sich erst beim Darauftreten. Der Schnee kann schnell seine Beschaffenheit ändern. Drei oder zwei Schritte können tragen, dann wieder bricht man tiefer ein.

Einfach mit sturer Kraft hindurchwühlen, das hält man nicht lange durch. Kräftesparender ist es, die Weglinie dort entlangzulegen, wo der Schnee weggeblasen wurde. So, wie dieser Schnee, so mag die Sahara aus dem Weltraum aussehen.

In der Ferne erscheint der Gickelsberg. Eigentlich nur ein kleines Stück, aber heute erscheint er endlos weg.

Kreuzung Alte Glasstraße. Der Wegweiser, steht heute nur für uns da. Wegweiser sind die Freunde der einsamen Wanderer.

Eine alte Hasenspur. Und eine frische Menschenspur. Die wird uns hangaufwärts führen.

Nun aber schnell Christoph hinterher.

Beim Spuren muss man sich immermal ablösen.

Endlich oben. Gipfelfoto: Gickelsberg, 413,4 m oder 414,1 m, so genau weiß man das nicht. Eine wunderschöne Wintersonne belohnt uns für die Mühen des Aufstieges.

Der Gickelsberg von Norden. Hier noch einmal das Bild im Großformat

Den Mühlweg geht es zurück nach Lohsdorf. Endlich wieder zurück zu den Menschen.

Fröhliche rodelnde Lohsdorfer Kinder.

Der Chasseur hat doch nicht den Tod gefunden und der Rabe auf dem Stamm hat ihm das Sterbelied vergeblich gesungen.


31.01.2010
27.09.2015

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